Schlagwort-Archive: Hospiz

Videos: BodyGuard 323 (PCA und parenterale Ernährung)

Playlist (YouTube): http://tinyurl.com/bodyguard-323

Im Februar 2016 habe ich einige „Video-Sessions“ mit der BodyGuard 323 gemacht, aus denen ich nach und nach kurze Videos auf meiner Homepage und in meinem YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/c/NilsWommelsdorfHH) veröffentlichen werde.


BodyGuard 323
Dieses Material steht unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 International. Um eine Kopie dieser Lizenz zu sehen, besuchen Sie http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.

In den Videos wird sowohl der Einsatz als PCA-Pumpe (https://nilswommelsdorf.de/pca-pumpen/), als auch die Nutzung als Medikamentenpumpe zur parenteralen Ernährung Thema sein.
PCA – Wechsel der Infusion (YouTube): https://tinyurl.com/bodyguard-323-pca
PCA – Herstellen einer Infusionslösung (YouTube): https://tinyurl.com/bodyguard-323-infusion
Parenterale Ernährung (YouTube): https://tinyurl.com/bodyguard-323-ernaehrung
Mehr über die BodyGuard 323 findet sich hier:
http://www.pfmmedical.com/de/produktkatalog/elektronische_infusionspumpen/bodyguard_323/index.html

Diese Videos vermitteln nur eine kurze Übersicht und Informationen.
Sie können und dürfen keine Geräteeinweisung ersetzen.

Video: Was ist Palliative Care?

YouTube: https://tinyurl.com/was-ist-palliative-care

Was bedeutet Palliative Care? Was ist Palliativversorgung?
Stellen Sie sich Ihr Leben als eine Art Brücke vor:
Schwere Krankheiten lassen die Brücke instabil werden – doch Palliative Care stabilisiert sie wieder.

Eine neue Whiteboard-Animation, diesmal von getpalliativecare.org aus den USA, in deutscher Synchronisation.
Das Originalvideo „Palliative Care: You Are a BRIDGE“ kann man sich hier ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=lDHhg76tMHc

Transkript des Videos:

Um Ihnen die Palliativversorgung besser erklären zu können, stellen Sie sich Ihr Leben als eine Art Brücke vor:
Wenn Sie gesund und vital sind, ist die Brücke stabil und kann viele Lasten tragen:
Autos, Züge – die Höhen und Tiefen des Lebens.
Sie sind gefestigt.

Wenn Sie jedoch schwerwiegend erkranken und zum Beispiel Krebs bei Ihnen diagnostiziert wird,
wird die Brücke instabil, bekommt Risse, und irgendwann kann die Brücke die Last nicht mehr tragen.
Belastungen zu denen auch die Therapie ihrer schweren Erkrankung gehört.
Und hier setzt Palliative Care an.

Palliative Care ist eine spezialisierte Versorgungsform für schwerst erkrankte Menschen.
Die Palliativversorgung verbessert die Lebensqualität, indem sie das Gewicht auf die Linderung von Schmerzen, Luftnot und anderen Symptomen, von Belastungen und depressiven Gedanken legt, die bei fortgeschrittenen Erkrankungen und ihrer Behandlung auftreten.

Um es kurz zu sagen: Palliative Care stabilisiert ihre Brücke.

Denn die Palliativversorgung ist eine tragfähige Konstruktion.
Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Psychologen, Seelsorger und viele mehr
unterstützen ihre behandelnden Ärzte, die Brücke wieder tragfähig zu machen.
Palliative Care sorgt für Stabilisierung, gerade auch in frühen Krankheitsstadien –
im eigenen Zuhause, im Pflegeheim, im Hospiz oder im Krankenhaus.
Es ist nie zu spät, um sie zu nutzen.

Sollten Sie also selbst oder ein Mensch aus ihrer Umgebung schwer erkranken, nutzen Sie das Potenzial der Palliativversorgung.

Videos: PCA-Pumpen – CADD-Legacy PCA, Pega Plus

CADD-Legacy (YouTube): https://tinyurl.com/cadd-legacy

Pega Plus (YouTube): https://tinyurl.com/pega-plus

Vor Jahren habe ich kurze „Erklärvideos“ mit diesen beiden Pumpen gedreht.
Diese Videos vermitteln nur eine kurze Übersicht und Informationen.
Sie können und dürfen keine Geräteeinweisung ersetzen.


Infos zum Thema hier: https://nilswommelsdorf.de/pca-pumpen/

Video: Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen / „Brainman“-Trilogie

YouTube: https://tinyurl.com/was-ist-schmerz-opioide

Warum sollten bei chronischen, nichtkrebsbedingten Schmerzen keine Opioide verordnet werden?
– Das dritte Video des „Brainman“-Teams (Originaltitel: „Understanding Pain: Brainman stops his opioids“), wie immer in deutscher Übersetzung, Synchronisation und Untertitelung.

Die „Brainman“-Trilogie ist fertig:
Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern?
Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen
– Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen (Neu!)

IMG_20151109_215143

Alle Videos (und meine Übersetzungen) sind unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und dürfen somit (gerade für Fortbildungen, Info-Veranstaltungen etc.) frei genutzt werden.

Ein „Download-Paket“ mit „Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen“ inklusive weiterer Information kann man hier herunterladen: Was ist Schmerz - Opioide bei chronischen Schmerzen.zip

Transskript des Videos:

Neue Erkenntnisse aus der Forschung verbessern die Behandlung von Patienten mit chronischen, nichtkrebsbedingten Schmerzen.

Opioide wurden zu häufig verordnet und zu selten eine effektive, nachhaltige Therapie begonnen.
Opioide helfen schnell – doch ebenso schnell tritt die körperliche Gewöhnung an die Medikamente ein.
Eine Erhöhung der Dosis hilft dann auch nur kurzzeitig, macht aber das Auftreten von Nebenwirkungen wahrscheinlicher.

Wissenschaftlich erwiesen ist, daß die Einnahme von zu hoch dosierten Opioiden
häufig zu einer erhöhten Sturzgefährdung führt, die sexuelle Erregbarkeit mindert und die körpereigene Immunabwehr schwächt.
Desweiteren führt sie zu Schlafstörungen und erhöht das Risiko für Unfälle im Strassenverkehr.
Ungeeignete und falsch dosierte Schmerzmedikamente können durch das übersensibilisierte Nervensystem selbst zu vermehrtem Schmerz führen.

Natürlich ist es einfacher – und nachvollziehbar -, lieber Tabletten nehmen zu wollen, als eine aufwändige Therapie zu beginnen, gerade, da sich oft mit der Zeit eine Abhängigkeit entwickelt die ein Absetzen der Medikamente, trotz starker Nebenwirkungen, erschwert.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse verändern sich – und da Opioide nur kurzfristig helfen, sollten sie bei chronischen, nichtkrebsbedingten Schmerzen nicht mehr verschrieben werden.

Eine den ganzen Menschen umfassende Therapie ist empfehlenswert.
Die sogenannte multimodale Schmerztherapie lässt sie, nachhaltig, von ihren chronischen Schmerzen genesen!

Video: Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen

YouTube: https://tinyurl.com/was-ist-schmerz-therapie

Ein neues Video des „Brainman“-Teams (Originaltitel: „Understanding Pain: Brainman Chooses“), die schon 2011 mit „Understanding Pain: What to do about it in less than five Minutes“ (meine Übersetzung hier: Video: Was ist Schmerz?) faszinierten.
Ich habe mich wieder an Übersetzung, Synchronisation und Untertitelung gewagt – mit einem, wie ich finde, guten Ergebnis.

IMG_20151109_215143

Auch dieses Video (und meine Übersetzung) ist unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und darf somit (gerade für Fortbildungen, Info-Veranstaltungen etc.) frei genutzt werden.

Ein Paket mit dem Video und weiteren Infos dazu findet sich hier:

Video - Was ist Schmerz - Die Therapie chronischer Schmerzen.zip

Die „Brainman“-Trilogie ist fertig:
Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern?
– Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen
Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen

Transkript des Videos:

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen fühlen sich nicht verstanden und sind im Teufelskreis ihrer Schmerzen gefangen. Einen neuen, hoffnungsvollen Weg für Betroffene zeigen moderne, revolutionäre Erkenntnisse über den Schmerz. Heutzutage steht der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt und weniger der rein körperliche Schmerz. Chronische Schmerzen können gelindert werden und müssen keine dauerhafte Erkrankung bleiben.

Zuerst sollten natürlich schwerwiegende Erkrankungen ausgeschlossen werden – aber dann ist es Zeit, den Fokus zu wechseln und sich informieren zu lassen und zu versuchen, den Schmerz objektiv zu betrachten.
Denn es gibt eine Verbindung zwischen dem Gehirn, ihrem Denken, und dem Schmerz.
Eine Zeitleiste kann helfen, den emotionalen Einfluss vor, während und nach dem ersten Auftreten des Schmerzes zu verstehen.
Denn Depression und Belastung verhindern oft die Besserung von körperlichen Schmerzen und lassen sie chronisch werden.
Viele Schmerzpatienten fühlen sich isoliert. Am Leben teilzunehmen und dem Alltag wieder Sinn zu geben ist oft der erste Schritt zur Linderung der Schmerzen.

Auch ein geregelter Tagesablauf hat einen grossen Einfluß auf die Genesung. Ausreichend Schlaf, nur kurze Ruhepausen und regelmässige körperliche Aktivitäten sorgen schon nach recht kurzer Zeit für Besserung. Sie können ihren Tagesrhythmus verändern und dadurch ihre körperliche Belastbarkeit und Vitalität verbessern, was wiederum den Schmerz verringert.

Zuguterletzt sollten Sie auf eine regelmässige, ausgewogene und vollwertige Ernährung achten, denn eine gesunde Darmflora kann Entzündungen im Körper, und damit Schmerzen, bekämpfen.

Dies sind nicht die Ideen von ein paar verschrobenen „New-Age-Hippies“, nein, diese modernen Erkenntnisse haben die Behandlung des chronischen Schmerzes revolutioniert.
Denn die Schmerztherapie beginnt mit dem Wissen über die Entstehung der chronischen Schmerzen und die Möglichkeiten, sie zu bekämpfen.

Was Sie hier über Schmerzen erfahren haben, kann in der Zukunft chronische Schmerzen verhindern.
Ist das nicht eine Belohnung, für die sich der Weg lohnt?

PDF: Fortbildungen zum Thema Schmerz für Pflegefachkräfte in Deutschland


Fortbildungen zum Thema Schmerz für Pflegefachkräfte in Deutschland.pdf

Eckdaten der Fortbildungen zur „Algesiologischen Fachassistenz“ der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), der Fernfortbildungen „Pain Nurse“ und „Pain Nurse Plus“ (zertifiziert von der DGSS), der Fortbildungen „Pain Care Assistant“ und „Schmerzassistenz Pflege“ (zertifiziert von der DGS) und der Fortbildung „Algesiologische Fachassistenz mit Schwerpunkt Tumorschmerz / Palliative Care“ (akkredetiert von der European Oncology Nursing Society (EONS).
Desweiteren eine Gegenüberstellung der Curricula zur „Algesiologischen Fachassistenz“ der DGS und der DGSS, auf denen die meisten deutschen Fortbildungen zum Thema „Schmerz“ basieren.

Es lässt sich feststellen, dass die Curricula erwartungsgemäss dieselben Bereiche abdecken. Das Curriculum der DGSS legt den Schwerpunkt eher auf die medikamentöse, nichtmedikamentöse und multimodale Schmerztherapie, während die DGS zusätzliche Unterrichtseinheiten zu Praxisorganisation und Reanimation enthält. Auch die ärztlicher Assistenz bei verschiedenen schmerztherapeutischen Maßnahmen wird vertieft.
Die Vorraussetzungen zum Erhalt des Zertifikats sind bei der DGS ebenfalls höher angesetzt. Auch eine Rezertifizierung fordert nur die DGS.
Die Titel „Pain Nurse“ oder „Algesiologische Fachassistenz“ sind in Deutschland nicht geschützt.
Die meisten Fortbildungen hierzulande finden lediglich in Anlehnung an das Curriculum der DGSS statt – oft jedoch mit Projektarbeiten und Praxis- und/oder Studientagen ergänzt. Diese Fortbildungen firmieren meist unter der Bezeichnung „Pain Nurse“ oder „Schmerzmanager/in“.
Die Fortbildung „Pain Care Assistant“(4) legt besonderes Augenmerk auf Recht, Qualitätssicherung und die Expertenstandards der DNQP, während die „Algesiologische Fachassistenz mit Schwerpunkt Tumorschmerz / Palliative Care“(5) organisatorische Faktoren (Koordination, Management) zugunsten einer umfassenderen Differenzierung der Schmerzarten vernachlässigt.

Quellen:
1 http://www.dgss.org/aus-weiter-fortbildung/curriculare-lehre/weiterbildung-zur-algesiologischen-fachassistenz/, abgerufen am 05.11.2015
2 http://www.cekib.de/kurs/pain-nurse-schmerzmanagement-in-der-pflege.html und http://www.cekib.de/kurs/pain-nurse-plus-wissen-und-kompetenz-im-umgang-mit-schmerzpatienten.html,
abgerufen am 05.11.2015
3 http://dgschmerzmedizin.de/algesiologische_fachassistenz.html, abgerufen am 05.11.2015
4 http://www.pain-care-assistant.de/, abgerufen am 05.11.2015
5 Ausbildung zur Schmerzassistenz Pflege, Flyer, Mundipharma Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG, keine Jahresangabe
6 http://www.km-potsdam.de/pain-nurse-1.html, abgerufen am 05.11.2015

Grafik: Stufenschema der Schmerztherapie

Eine grafische Übersicht der Schmerztherapie basierend auf dem WHO-Stufenschema mit zusätzlichen Erläuterungen und Erweiterung um „Invasive Schmerztherapie“ und „Palliative Sedierung“.

Stufenschema der Schmerztherapie – Download in Farbe und Schwarz/Weiss als JPG oder PDF
Mein herzlicher Dank für die Mithilfe gilt Heide Kreße.

Bei nichtausreichender Schmerzlinderung wird von links nach rechts die nächste Stufe angewandt.
Von oben nach unten gelesen wird ersichtlich, welche Maßnahmen weitergeführt werden sollten.

Die invasive Schmerztherapie wird in der Literatur häufig als „Stufe 4“ des Stufenschemas bezeichnet.  Diese Bezeichnung ist von der WHO selbst jedoch nicht eingeführt worden.
In einigen Quellen wird auch die transdermale Opioidtherapie oder die Opioidgabe über Pumpensysteme zur „Stufe 4“ hinzugezählt.

Quellen:

World Health Organization – Cancer pain relief. With a guide to opioid availability (Second Edition), WHO, Genf,1996, Seite 5, 17 – 36

Klaschik – Medikamentöse Schmerztherapie bei Tumorpatienten (10. Auflage), PalliaMed Verlag, Bonn, 2010, S. 32 – 36

Strobach – Koanalgetika – Erweiterung der Schmerztherapie, Pharmazeutische Zeitung, 16/2014, http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=50588, S. 40 – 45

Nobis – Multimodale Schmerztherapie, http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/netzwerke-der-versorgung/multimodale-schmerztherapie/, aufgerufen am 10.10.2015

Wagner, Klein – Invasive Schmerztherapie / Nervenblockaden, http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/medizinische-schmerzbehandlung/invasive-schmerzbehandlung/, aufgerufen am 10.10.2015

Hoff – Neurochirurgische Schmerzbehandlung, http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/medizinische-schmerzbehandlung/neurochirurgische-schmerzbehandlung/, aufgerufen am 10.10.2015

Cherny, Radbruch – Sedierung in der Palliativmedizin – Leitlinie für den Einsatz sedierender Maßnahmen in der Palliativversorgung, EAPC 2009, S. 6 – 8

PDF: Versorgung im stationären Hospiz

Versorgung im Hospiz.pdf

Eine Übersicht (geschichtlich, strukturell, finanziell) über die stationäre Palliativversorgung im Hospiz mit Schwerpunkt auf Hamburg.

Hospizbewegung (seit den Achtzigerjahren)
– bürgerliches, meist ehrenamtliches Engagement
– 1983 in Köln erste Palliativstation Deutschlands (Uniklinik)
– 1986 in Aachen erstes stationäres Hospiz (Haus Hörn)
– 1992 erste Palliativstation in Hamburg (AK Barmbek)
– 1997 erstes Hospiz in Hamburg (Hospiz Sinus Eimsbüttel)

Heute:
→ 1500 Hospizdienste
→ 214 Hospize + 14 Kinderhospize
→ 250 Palliativstationen
→ mehr als 270 PCTs
→ Pflegeheime mit palliativer / hospizlicher Expertise
→ insgesamt rund 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche

Was ist ein Hospiz?

      Strukturell
– baulich, organisatorisch und wirtschaftlich selbständige Versorgungseinheit mit eigenem Personal
– fällt rechtlich unter das Heimgesetz → Pflegeeinrichtung
– 8 – 16 Betten (durchschnittlich: 10 Betten, 12 – 30qm )
Durchschnittliche Anzahl an Patienten im Jahr: 117
Durchschnittliche Verweildauer: 20 Tage
→ Auslastung / Belegung: durchschnittlich 80%

      Berufsgruppen
– Bestandteil eines ambulanten Hospizdienstes
– Palliativpflegekräfte (Stellenschlüssel ca 1:1)
– Allgemein- und Palliativmediziner
– Sozialtherapeuten / Psychologen
– additiv Physio- und Ergotherapeuten, Seelsorger etc.

      Zugangsvorrausetzungen
1.Progrediente Erkrankung
2.Heilung ausgeschlossen
3.Lebenserwartung von Tagen, Wochen, einigen Monaten
In der Rahmenvereinbarung explizit genannt:
– Krebserkrankungen
– Vollbild AIDS
– Erkrankungen des Nervensystems
– chronische Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- und Lungenerkrankungen
– Krankenhausbehandlung nicht erforderlich
– Palliativmedizinische, palliativpflegerische und/oder psychosoziale Versorgung, die aus der Krankheit resultiert, übersteigt die Möglichkeiten der Betreuenden, des Hausarztes, der SAPV und des Hospizdienstes
– Verlegung aus Pflegeheim grundsätzlich nicht möglich,(Einzelfallentscheidungen durch den MDK)
– Entlassung bei Stabilisierung
→ Wiederaufnahme (auch innerhalb eines Jahres) möglich
– keine Aufnahme „auf eigene Rechnung“ (widerspricht dem Hospizgedanken)

Finanzierung (gesetzlich)
– Kranken- und Pflegekasse (anteilig nach Pflegestufe)
– Sozialamt und Spendenfonds (bei Nicht-Versicherten)
tragen 90% des Tagespflegesatzes
→ 95% im aktuellen Gesetzesvorschlag vom 29.4.2015
→ 5 -10% der Kosten müssen durch Spenden (Schenkungen, Stiftungen etc.) erwirtschaftet werden

      Finanzierung (real)
Ehrenamtliche in der patientennahen Arbeit: 23
Ehrenamtliche, die andere Aufgaben übernehmen: 11
AnerkannterTagesbedarfssatz 228,00 €
Realer Tagesbedarfssatz 271,00 €
Realer Tagesbedarfssatz (mit ehrenamtlichen Leistungen, Gebäude und Grundstück) 330,00 €
-> Differenz: 102,00 €
→ Eigenleistung (Spenden und Ehrenamt): 35%

Tagesbedarfssätze je Gast in Hamburg (Stand 1.4.2014)
Diakonie-Hospiz Volksdorf 293,15 €
Hamburg Leuchtfeuer Hospiz 352,99 €
Hamburger Hospiz im Helenenstift 295,23 €
Hospiz am Israelitischen Krankenhaus 300,00 €
Hospiz Sinus Barmbek 259,60 €
Hospiz Sinus Othmarschen 259,60 €
Hospiz für Hamburgs Süden 281,50 €

Quellen:
– Zahlen zur Hospizarbeit (Vortrag, DHPV, 2011)
– Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V über Art und Umfang sowie Sicherung der Qualität
der stationären Hospizversorgung vom 13.03.1998, i. d. F. Vom 14.04.2010
– Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (Hospiz- und
Palliativgesetz – HPG), Stand 29.4.2015, Kabinettentwurf
– Ambulante Hospizdienste und stationäre Hospize vor existenziellen Problemen (DHPV, 13.03.2009)
– Tagesbezogene Bedarfssätze der stationären Hospize Stand 01.04.2015
(www.hamburg.de – abgerufen am 01.05.15)
– Eigenangaben zweier stationärer Pflegeheime in Hamburg (Stand 1.4.2015)

PDF: Maximale Laufraten und Tageshöchstdosen parenteraler Ernährungslösungen

Maximale Laufraten und Tageshöchstdosen parenteraler Ernährungslösungen.pdf

Eine Übersicht über die maximalen Laufraten und Tageshöchstdosen in Deutschland gängiger parenteraler Ernährungslösungen.

BRAUN: Nutriflex Lipid Peri, Nutriflex Lipid plus / Omega plus, Nutriflex Lipid special / Omega special
BAXTER: Olimel 2,5% E, Olimel 3,3% E, Olimel 4,4% / 4,4% E, Olimel 5,7% / 5,7% E
FRESENIUS KABI: Aminomix 1 Novum 1,25, Aminomix 2 Novum 2,0, Aminomix 3 Novum 2,0, Kabiven peripher 3,7, Kabiven zentral 2,6, Smofkabiven peripher 3,0, Smofabiven zentral 2,0, StructoKabiven peripher 3,0, StructoKabiven zentral

Quelle:
– Informationen der Arzneimittelhersteller / Packungsbeilagen (Stand: 01.03.2015)

PDF: Midazolam als nasales oder buccales Notfallmedikament in der Palliativversorgung (Version 2)

Midazolam als nasales oder buccales Notfallmedikament in der Palliativversorgung (Version 2).pdf

Midazolam ist angstlösend, sedierend, schlaffördernd, krampflösend und verursacht eine anterograde Amnesie. Die Wirkung tritt rasch ein und hält nur kurz an.
Midazolam wird palliativ zur Sedierung (bei Blutungen, Dyspnoe etc.) und gegen Krampfanfälle eingesetzt.

Midazolam
Dieses Material steht unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 International.
www.nilswommelsdorf.de

Buccale Applikation

  • 1. Fertigpräparat: Buccolam® – Fertigspritzen mit 2,5 mg / 5 mg / 7,5 mg / 10 mg zur buccalen Applikation. Zugelassen bei länger anhaltenden akuten Krampfanfällen / epileptischen Anfälle bei Kindern (3 Monate bis 18 Jahre)
  • 2. Midazolamampullen (MidazolamHCl 15 mg / 3 ml) mit stumpfer Spritze zwischen den geöffneten Lippen verteilt (off-label)

 
Intranasale Applikation (off-label)

  • 1. Apothekenrezeptur für Sprühflaschen (2,5 mg/Hub (0,1 ml) → unterliegt BTMG Anlage III)MidazolamHCl 1,4 g (entspricht 1,25 g Midazolam)
    Benzalkoniumchlorid-Lösung 50% 0,01 g
    Natriumedetat 0,05 g
    Natriumchlorid 0,43 g
    1N HCl q.s.
    Aqua purificata ad 50 mlBenzalkoniumchlorid-Lösung, Natriumedetat und Natriumchlorid in einem Teil Wasser lösen. MidazolamHCl hinzugeben. Entstandene Suspension unter Rühren und Kontrolle des pH-Wertes mit 1N Hcl ansäuern bis klare Lösung vorliegt und der pH-Wert mindestens 1 Min. stabil bei etwa 3,3 liegt. Auf 50 ml mit Aqua auffüllen und gut mischen.
    Jeweils 5 ml in Allround-Flakon aus Braunglas (10 ml) mit Allround-Nasenzerstäuber weiß in PP-Folie einschweissen.
    Haltbarkeit bis zu 18 Monate, angebrochen bis zu 6 Monate.Geläufige, niedriger konzentrierte Rezepturen erfordern deutlich mehr Sprühstöße, um die erforderlichen Wirkdosen bei Erwachsenen zu erreichen und sind somit nur in der Pädiatrie empfehlenswert.
  • 2. 15 ml / 3 mg Ampulle in 3 ml-Spritze mit „Mucosal Atomization Device“ (MAD) als Luer-Lock-Aufsatz

0,25 – 0,3 ml pro Nasenloch können gut resorbiert werden, deshalb sollten grössere Mengen Lösung
(0,5 – 1 ml) immer auf beide Nasenlöcher verteilt werden, um die Aufnahmefläche zu erhöhen und den Wirkstoffverlust durch enterale Aufnahme niedrig zu halten. Nach 10 Min. können weitere Sprühstöße erfolgen.

Bei der intranasalen Applikation von Midazolam gilt es zu bedenken, daß für 30 – 60 Sek. lokale Reizungen / Schmerzen in der Nase auftreten können, die durch vorherige Gabe von intranasalem Lidocain verhindert werden können.

Mit einer Rezeptur aus 40 mg/ml MidazolamHCl und 20 mg/ml LidocainHCl konnten lokale Reizungen verringert werden.

 

Quellen:

– M Pecking et al. – Absolute bioavailability of midazolam after subcutaneous administration to healthy volunteers, Br J Clin Pharmacol. 2002 Oct; 54(4): 357–362.

– Greenblatt et al. – Effect of age, gender, and obesity on midazolam kinetics, Anesthesiology. 1984 Jul; 61(1):27-35.

– Schwagmeier, Alincic, Striebel – Midazolam pharmacokinetics following intravenous and buccal administration, Br J Clin Pharmacol. 1998 Sep; 46(3): 203–206.

– Walbergh wet al. – Plasma concentrations of midazolam in children following intranasal administration, Anesthesiology. 1991 Feb;74(2):233-5.

– Kirchhoff et al. – Midazolam 25mg/ml Krankenhauspharmazie 7/2010

– http://www.intranasal.net/DeliveryTechniques/ (Stand 16.3.2015)

– http://www.intranasal.net/Sedation/Sedation_overview.htm (Stand 16.3.2015)

– Manley et al. – Retrospective audit of the efficacy and safety of the combined intranasal/intravenous midazolam sedation technique for the dental treatment of adults with learning disability, British Dental Journal, 2008, 205: E3