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Video: Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen / „Brainman“-Trilogie

YouTube: https://tinyurl.com/was-ist-schmerz-opioide

Warum sollten bei chronischen, nichtkrebsbedingten Schmerzen keine Opioide verordnet werden?
– Das dritte Video des „Brainman“-Teams (Originaltitel: „Understanding Pain: Brainman stops his opioids“), wie immer in deutscher Übersetzung, Synchronisation und Untertitelung.

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Die „Brainman“-Trilogie ist fertig:
Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern?
Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen
– Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen (Neu!)

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Alle Videos (und meine Übersetzungen) sind unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und dürfen somit (gerade für Fortbildungen, Info-Veranstaltungen etc.) frei genutzt werden.

Ein „Download-Paket“ mit „Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen“ inklusive weiterer Information kann man hier herunterladen: Was ist Schmerz - Opioide bei chronischen Schmerzen.zip

Transskript des Videos:

Neue Erkenntnisse aus der Forschung verbessern die Behandlung von Patienten mit chronischen, nichtkrebsbedingten Schmerzen.

Opioide wurden zu häufig verordnet und zu selten eine effektive, nachhaltige Therapie begonnen.
Opioide helfen schnell – doch ebenso schnell tritt die körperliche Gewöhnung an die Medikamente ein.
Eine Erhöhung der Dosis hilft dann auch nur kurzzeitig, macht aber das Auftreten von Nebenwirkungen wahrscheinlicher.

Wissenschaftlich erwiesen ist, daß die Einnahme von zu hoch dosierten Opioiden
häufig zu einer erhöhten Sturzgefährdung führt, die sexuelle Erregbarkeit mindert und die körpereigene Immunabwehr schwächt.
Desweiteren führt sie zu Schlafstörungen und erhöht das Risiko für Unfälle im Strassenverkehr.
Ungeeignete und falsch dosierte Schmerzmedikamente können durch das übersensibilisierte Nervensystem selbst zu vermehrtem Schmerz führen.

Natürlich ist es einfacher – und nachvollziehbar -, lieber Tabletten nehmen zu wollen, als eine aufwändige Therapie zu beginnen, gerade, da sich oft mit der Zeit eine Abhängigkeit entwickelt die ein Absetzen der Medikamente, trotz starker Nebenwirkungen, erschwert.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse verändern sich – und da Opioide nur kurzfristig helfen, sollten sie bei chronischen, nichtkrebsbedingten Schmerzen nicht mehr verschrieben werden.

Eine den ganzen Menschen umfassende Therapie ist empfehlenswert.
Die sogenannte multimodale Schmerztherapie lässt sie, nachhaltig, von ihren chronischen Schmerzen genesen!

Video: Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen

YouTube: https://tinyurl.com/was-ist-schmerz-therapie

Ein neues Video des „Brainman“-Teams (Originaltitel: „Understanding Pain: Brainman Chooses“), die schon 2011 mit „Understanding Pain: What to do about it in less than five Minutes“ (meine Übersetzung hier: Video: Was ist Schmerz?) faszinierten.
Ich habe mich wieder an Übersetzung, Synchronisation und Untertitelung gewagt – mit einem, wie ich finde, guten Ergebnis.

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Auch dieses Video (und meine Übersetzung) ist unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und darf somit (gerade für Fortbildungen, Info-Veranstaltungen etc.) frei genutzt werden.

Ein Paket mit dem Video und weiteren Infos dazu findet sich hier:

Video - Was ist Schmerz - Die Therapie chronischer Schmerzen.zip

Die „Brainman“-Trilogie ist fertig:
Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern?
– Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen
Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen

Transkript des Videos:

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen fühlen sich nicht verstanden und sind im Teufelskreis ihrer Schmerzen gefangen. Einen neuen, hoffnungsvollen Weg für Betroffene zeigen moderne, revolutionäre Erkenntnisse über den Schmerz. Heutzutage steht der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt und weniger der rein körperliche Schmerz. Chronische Schmerzen können gelindert werden und müssen keine dauerhafte Erkrankung bleiben.

Zuerst sollten natürlich schwerwiegende Erkrankungen ausgeschlossen werden – aber dann ist es Zeit, den Fokus zu wechseln und sich informieren zu lassen und zu versuchen, den Schmerz objektiv zu betrachten.
Denn es gibt eine Verbindung zwischen dem Gehirn, ihrem Denken, und dem Schmerz.
Eine Zeitleiste kann helfen, den emotionalen Einfluss vor, während und nach dem ersten Auftreten des Schmerzes zu verstehen.
Denn Depression und Belastung verhindern oft die Besserung von körperlichen Schmerzen und lassen sie chronisch werden.
Viele Schmerzpatienten fühlen sich isoliert. Am Leben teilzunehmen und dem Alltag wieder Sinn zu geben ist oft der erste Schritt zur Linderung der Schmerzen.

Auch ein geregelter Tagesablauf hat einen grossen Einfluß auf die Genesung. Ausreichend Schlaf, nur kurze Ruhepausen und regelmässige körperliche Aktivitäten sorgen schon nach recht kurzer Zeit für Besserung. Sie können ihren Tagesrhythmus verändern und dadurch ihre körperliche Belastbarkeit und Vitalität verbessern, was wiederum den Schmerz verringert.

Zuguterletzt sollten Sie auf eine regelmässige, ausgewogene und vollwertige Ernährung achten, denn eine gesunde Darmflora kann Entzündungen im Körper, und damit Schmerzen, bekämpfen.

Dies sind nicht die Ideen von ein paar verschrobenen „New-Age-Hippies“, nein, diese modernen Erkenntnisse haben die Behandlung des chronischen Schmerzes revolutioniert.
Denn die Schmerztherapie beginnt mit dem Wissen über die Entstehung der chronischen Schmerzen und die Möglichkeiten, sie zu bekämpfen.

Was Sie hier über Schmerzen erfahren haben, kann in der Zukunft chronische Schmerzen verhindern.
Ist das nicht eine Belohnung, für die sich der Weg lohnt?

PDF: Fortbildungen zum Thema Schmerz für Pflegefachkräfte in Deutschland


Fortbildungen zum Thema Schmerz für Pflegefachkräfte in Deutschland.pdf

Eckdaten der Fortbildungen zur „Algesiologischen Fachassistenz“ der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), der Fernfortbildungen „Pain Nurse“ und „Pain Nurse Plus“ (zertifiziert von der DGSS), der Fortbildungen „Pain Care Assistant“ und „Schmerzassistenz Pflege“ (zertifiziert von der DGS) und der Fortbildung „Algesiologische Fachassistenz mit Schwerpunkt Tumorschmerz / Palliative Care“ (akkredetiert von der European Oncology Nursing Society (EONS).
Desweiteren eine Gegenüberstellung der Curricula zur „Algesiologischen Fachassistenz“ der DGS und der DGSS, auf denen die meisten deutschen Fortbildungen zum Thema „Schmerz“ basieren.

Es lässt sich feststellen, dass die Curricula erwartungsgemäss dieselben Bereiche abdecken. Das Curriculum der DGSS legt den Schwerpunkt eher auf die medikamentöse, nichtmedikamentöse und multimodale Schmerztherapie, während die DGS zusätzliche Unterrichtseinheiten zu Praxisorganisation und Reanimation enthält. Auch die ärztlicher Assistenz bei verschiedenen schmerztherapeutischen Maßnahmen wird vertieft.
Die Vorraussetzungen zum Erhalt des Zertifikats sind bei der DGS ebenfalls höher angesetzt. Auch eine Rezertifizierung fordert nur die DGS.
Die Titel „Pain Nurse“ oder „Algesiologische Fachassistenz“ sind in Deutschland nicht geschützt.
Die meisten Fortbildungen hierzulande finden lediglich in Anlehnung an das Curriculum der DGSS statt – oft jedoch mit Projektarbeiten und Praxis- und/oder Studientagen ergänzt. Diese Fortbildungen firmieren meist unter der Bezeichnung „Pain Nurse“ oder „Schmerzmanager/in“.
Die Fortbildung „Pain Care Assistant“(4) legt besonderes Augenmerk auf Recht, Qualitätssicherung und die Expertenstandards der DNQP, während die „Algesiologische Fachassistenz mit Schwerpunkt Tumorschmerz / Palliative Care“(5) organisatorische Faktoren (Koordination, Management) zugunsten einer umfassenderen Differenzierung der Schmerzarten vernachlässigt.

Quellen:
1 http://www.dgss.org/aus-weiter-fortbildung/curriculare-lehre/weiterbildung-zur-algesiologischen-fachassistenz/, abgerufen am 05.11.2015
2 http://www.cekib.de/kurs/pain-nurse-schmerzmanagement-in-der-pflege.html und http://www.cekib.de/kurs/pain-nurse-plus-wissen-und-kompetenz-im-umgang-mit-schmerzpatienten.html,
abgerufen am 05.11.2015
3 http://dgschmerzmedizin.de/algesiologische_fachassistenz.html, abgerufen am 05.11.2015
4 http://www.pain-care-assistant.de/, abgerufen am 05.11.2015
5 Ausbildung zur Schmerzassistenz Pflege, Flyer, Mundipharma Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG, keine Jahresangabe
6 http://www.km-potsdam.de/pain-nurse-1.html, abgerufen am 05.11.2015

Grafik: Stufenschema der Schmerztherapie

Eine grafische Übersicht der Schmerztherapie basierend auf dem WHO-Stufenschema mit zusätzlichen Erläuterungen und Erweiterung um „Invasive Schmerztherapie“ und „Palliative Sedierung“.

Stufenschema der Schmerztherapie – Download in Farbe und Schwarz/Weiss als JPG oder PDF
Mein herzlicher Dank für die Mithilfe gilt Heide Kreße.

Bei nichtausreichender Schmerzlinderung wird von links nach rechts die nächste Stufe angewandt.
Von oben nach unten gelesen wird ersichtlich, welche Maßnahmen weitergeführt werden sollten.

Die invasive Schmerztherapie wird in der Literatur häufig als „Stufe 4“ des Stufenschemas bezeichnet.  Diese Bezeichnung ist von der WHO selbst jedoch nicht eingeführt worden.
In einigen Quellen wird auch die transdermale Opioidtherapie oder die Opioidgabe über Pumpensysteme zur „Stufe 4“ hinzugezählt.

Quellen:

World Health Organization – Cancer pain relief. With a guide to opioid availability (Second Edition), WHO, Genf,1996, Seite 5, 17 – 36

Klaschik – Medikamentöse Schmerztherapie bei Tumorpatienten (10. Auflage), PalliaMed Verlag, Bonn, 2010, S. 32 – 36

Strobach – Koanalgetika – Erweiterung der Schmerztherapie, Pharmazeutische Zeitung, 16/2014, http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=50588, S. 40 – 45

Nobis – Multimodale Schmerztherapie, http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/netzwerke-der-versorgung/multimodale-schmerztherapie/, aufgerufen am 10.10.2015

Wagner, Klein – Invasive Schmerztherapie / Nervenblockaden, http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/medizinische-schmerzbehandlung/invasive-schmerzbehandlung/, aufgerufen am 10.10.2015

Hoff – Neurochirurgische Schmerzbehandlung, http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/medizinische-schmerzbehandlung/neurochirurgische-schmerzbehandlung/, aufgerufen am 10.10.2015

Cherny, Radbruch – Sedierung in der Palliativmedizin – Leitlinie für den Einsatz sedierender Maßnahmen in der Palliativversorgung, EAPC 2009, S. 6 – 8

PDF: Versorgung im stationären Hospiz

Versorgung im Hospiz.pdf

Eine Übersicht (geschichtlich, strukturell, finanziell) über die stationäre Palliativversorgung im Hospiz mit Schwerpunkt auf Hamburg.

Hospizbewegung (seit den Achtzigerjahren)
– bürgerliches, meist ehrenamtliches Engagement
– 1983 in Köln erste Palliativstation Deutschlands (Uniklinik)
– 1986 in Aachen erstes stationäres Hospiz (Haus Hörn)
– 1992 erste Palliativstation in Hamburg (AK Barmbek)
– 1997 erstes Hospiz in Hamburg (Hospiz Sinus Eimsbüttel)

Heute:
→ 1500 Hospizdienste
→ 214 Hospize + 14 Kinderhospize
→ 250 Palliativstationen
→ mehr als 270 PCTs
→ Pflegeheime mit palliativer / hospizlicher Expertise
→ insgesamt rund 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche

Was ist ein Hospiz?

      Strukturell
– baulich, organisatorisch und wirtschaftlich selbständige Versorgungseinheit mit eigenem Personal
– fällt rechtlich unter das Heimgesetz → Pflegeeinrichtung
– 8 – 16 Betten (durchschnittlich: 10 Betten, 12 – 30qm )
Durchschnittliche Anzahl an Patienten im Jahr: 117
Durchschnittliche Verweildauer: 20 Tage
→ Auslastung / Belegung: durchschnittlich 80%

      Berufsgruppen
– Bestandteil eines ambulanten Hospizdienstes
– Palliativpflegekräfte (Stellenschlüssel ca 1:1)
– Allgemein- und Palliativmediziner
– Sozialtherapeuten / Psychologen
– additiv Physio- und Ergotherapeuten, Seelsorger etc.

      Zugangsvorrausetzungen
1.Progrediente Erkrankung
2.Heilung ausgeschlossen
3.Lebenserwartung von Tagen, Wochen, einigen Monaten
In der Rahmenvereinbarung explizit genannt:
– Krebserkrankungen
– Vollbild AIDS
– Erkrankungen des Nervensystems
– chronische Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- und Lungenerkrankungen
– Krankenhausbehandlung nicht erforderlich
– Palliativmedizinische, palliativpflegerische und/oder psychosoziale Versorgung, die aus der Krankheit resultiert, übersteigt die Möglichkeiten der Betreuenden, des Hausarztes, der SAPV und des Hospizdienstes
– Verlegung aus Pflegeheim grundsätzlich nicht möglich,(Einzelfallentscheidungen durch den MDK)
– Entlassung bei Stabilisierung
→ Wiederaufnahme (auch innerhalb eines Jahres) möglich
– keine Aufnahme „auf eigene Rechnung“ (widerspricht dem Hospizgedanken)

Finanzierung (gesetzlich)
– Kranken- und Pflegekasse (anteilig nach Pflegestufe)
– Sozialamt und Spendenfonds (bei Nicht-Versicherten)
tragen 90% des Tagespflegesatzes
→ 95% im aktuellen Gesetzesvorschlag vom 29.4.2015
→ 5 -10% der Kosten müssen durch Spenden (Schenkungen, Stiftungen etc.) erwirtschaftet werden

      Finanzierung (real)
Ehrenamtliche in der patientennahen Arbeit: 23
Ehrenamtliche, die andere Aufgaben übernehmen: 11
AnerkannterTagesbedarfssatz 228,00 €
Realer Tagesbedarfssatz 271,00 €
Realer Tagesbedarfssatz (mit ehrenamtlichen Leistungen, Gebäude und Grundstück) 330,00 €
-> Differenz: 102,00 €
→ Eigenleistung (Spenden und Ehrenamt): 35%

Tagesbedarfssätze je Gast in Hamburg (Stand 1.4.2014)
Diakonie-Hospiz Volksdorf 293,15 €
Hamburg Leuchtfeuer Hospiz 352,99 €
Hamburger Hospiz im Helenenstift 295,23 €
Hospiz am Israelitischen Krankenhaus 300,00 €
Hospiz Sinus Barmbek 259,60 €
Hospiz Sinus Othmarschen 259,60 €
Hospiz für Hamburgs Süden 281,50 €

Quellen:
– Zahlen zur Hospizarbeit (Vortrag, DHPV, 2011)
– Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V über Art und Umfang sowie Sicherung der Qualität
der stationären Hospizversorgung vom 13.03.1998, i. d. F. Vom 14.04.2010
– Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (Hospiz- und
Palliativgesetz – HPG), Stand 29.4.2015, Kabinettentwurf
– Ambulante Hospizdienste und stationäre Hospize vor existenziellen Problemen (DHPV, 13.03.2009)
– Tagesbezogene Bedarfssätze der stationären Hospize Stand 01.04.2015
(www.hamburg.de – abgerufen am 01.05.15)
– Eigenangaben zweier stationärer Pflegeheime in Hamburg (Stand 1.4.2015)

PDF: Midazolam als nasales oder buccales Notfallmedikament in der Palliativversorgung (Version 2)

Midazolam als nasales oder buccales Notfallmedikament in der Palliativversorgung (Version 2).pdf

Midazolam ist angstlösend, sedierend, schlaffördernd, krampflösend und verursacht eine anterograde Amnesie. Die Wirkung tritt rasch ein und hält nur kurz an.
Midazolam wird palliativ zur Sedierung (bei Blutungen, Dyspnoe etc.) und gegen Krampfanfälle eingesetzt.

Midazolam
Dieses Material steht unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 International.
www.nilswommelsdorf.de

Buccale Applikation

  • 1. Fertigpräparat: Buccolam® – Fertigspritzen mit 2,5 mg / 5 mg / 7,5 mg / 10 mg zur buccalen Applikation. Zugelassen bei länger anhaltenden akuten Krampfanfällen / epileptischen Anfälle bei Kindern (3 Monate bis 18 Jahre)
  • 2. Midazolamampullen (MidazolamHCl 15 mg / 3 ml) mit stumpfer Spritze zwischen den geöffneten Lippen verteilt (off-label)

 
Intranasale Applikation (off-label)

  • 1. Apothekenrezeptur für Sprühflaschen (2,5 mg/Hub (0,1 ml) → unterliegt BTMG Anlage III)MidazolamHCl 1,4 g (entspricht 1,25 g Midazolam)
    Benzalkoniumchlorid-Lösung 50% 0,01 g
    Natriumedetat 0,05 g
    Natriumchlorid 0,43 g
    1N HCl q.s.
    Aqua purificata ad 50 mlBenzalkoniumchlorid-Lösung, Natriumedetat und Natriumchlorid in einem Teil Wasser lösen. MidazolamHCl hinzugeben. Entstandene Suspension unter Rühren und Kontrolle des pH-Wertes mit 1N Hcl ansäuern bis klare Lösung vorliegt und der pH-Wert mindestens 1 Min. stabil bei etwa 3,3 liegt. Auf 50 ml mit Aqua auffüllen und gut mischen.
    Jeweils 5 ml in Allround-Flakon aus Braunglas (10 ml) mit Allround-Nasenzerstäuber weiß in PP-Folie einschweissen.
    Haltbarkeit bis zu 18 Monate, angebrochen bis zu 6 Monate.Geläufige, niedriger konzentrierte Rezepturen erfordern deutlich mehr Sprühstöße, um die erforderlichen Wirkdosen bei Erwachsenen zu erreichen und sind somit nur in der Pädiatrie empfehlenswert.
  • 2. 15 ml / 3 mg Ampulle in 3 ml-Spritze mit „Mucosal Atomization Device“ (MAD) als Luer-Lock-Aufsatz

0,25 – 0,3 ml pro Nasenloch können gut resorbiert werden, deshalb sollten grössere Mengen Lösung
(0,5 – 1 ml) immer auf beide Nasenlöcher verteilt werden, um die Aufnahmefläche zu erhöhen und den Wirkstoffverlust durch enterale Aufnahme niedrig zu halten. Nach 10 Min. können weitere Sprühstöße erfolgen.

Bei der intranasalen Applikation von Midazolam gilt es zu bedenken, daß für 30 – 60 Sek. lokale Reizungen / Schmerzen in der Nase auftreten können, die durch vorherige Gabe von intranasalem Lidocain verhindert werden können.

Mit einer Rezeptur aus 40 mg/ml MidazolamHCl und 20 mg/ml LidocainHCl konnten lokale Reizungen verringert werden.

 

Quellen:

– M Pecking et al. – Absolute bioavailability of midazolam after subcutaneous administration to healthy volunteers, Br J Clin Pharmacol. 2002 Oct; 54(4): 357–362.

– Greenblatt et al. – Effect of age, gender, and obesity on midazolam kinetics, Anesthesiology. 1984 Jul; 61(1):27-35.

– Schwagmeier, Alincic, Striebel – Midazolam pharmacokinetics following intravenous and buccal administration, Br J Clin Pharmacol. 1998 Sep; 46(3): 203–206.

– Walbergh wet al. – Plasma concentrations of midazolam in children following intranasal administration, Anesthesiology. 1991 Feb;74(2):233-5.

– Kirchhoff et al. – Midazolam 25mg/ml Krankenhauspharmazie 7/2010

– http://www.intranasal.net/DeliveryTechniques/ (Stand 16.3.2015)

– http://www.intranasal.net/Sedation/Sedation_overview.htm (Stand 16.3.2015)

– Manley et al. – Retrospective audit of the efficacy and safety of the combined intranasal/intravenous midazolam sedation technique for the dental treatment of adults with learning disability, British Dental Journal, 2008, 205: E3

Video: Todkrank: Würdevoll zu Hause sterben selten möglich (Panorama, ARD)

YouTube: https://tinyurl.com/zuhause-sterben

Aufgrund der grossen Resonanz wurde der „Panorama“-Beitrag über Probleme bei der Genehmigung der SAPV (siehe hier: https://nilswommelsdorf.de/video-palliative-versorgung/) durch die Krankenkassen von Pia Lenz und Anne Ruprecht in einem neuen Schnitt zur „besten Sendezeit“ am 04.12.2014 in der ARD ausgestrahlt.

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Gedreht wurde bei uns im Goldbach PalliativPflegeTeam (www.palliativpflegeteam.de) mit Ulli Scholz (Patient).
Weiterhin kamen ich als Palliativfachpfleger und mein Chef Sven Goldbach (Pflegedienstleiter, Geschäftsführer) zu Wort.

Das Video in der ARD-Mediathek: Todkrank: Würdevoll zu Hause sterben selten möglich (Panorama, ARD – 04.12.2014, 21:15)
Das Transkript zum Video: Todkrank: Würdevoll zu Hause sterben selten möglich (Panorama, ARD – 04.12.2014, 21:15)

Transskript:
Anja Reschke:
Darf man den Zeitpunkt seines Todes selbst bestimmen? Heiß diskutiertes Thema derzeit. Soll auch
der deutsche Staat Sterbehilfe erlauben? Viele wünschen sich das. Denn klar, wer will schon als
Todkranker unter schlimmen Schmerzen darauf warten müssen, dass der Tod einen irgendwann
erlöst. Aber das muss man gar nicht, sagen viele Ärzte. Die Möglichkeiten der palliativen Medizin,
also beispielsweise Schmerzmittel genau einzustellen, seien so gut, dass wirklich niemand unter
Qualen auf sein Ende warten müsse. Was die medizinischen Möglichkeiten betrifft, mag das
stimmen. Das Problem ist aber, nur die wenigsten haben Anspruch auf palliative Pflege zu Hause.
Pia Lenz und Anne Ruprecht.
Seit Wochen kann er seine Wohnung nicht mehr verlassen. Uli Scholz hat Speiseröhrenkrebs,
Metastasen in der Leber. Er weiß, er wird bald sterben. Er möchte jetzt vor allem eines: bis zum
Ende ohne Schmerzen zu Hause bleiben.
O-Ton
Uli Scholz:
„Also manchmal wird man mürbe. Also wenn man ununterbrochen Schmerzen hat, dann ist einem…
also dann geht‘s einem irgendwie so, dass man dann irgendwann nicht mehr so richtig Lust hat.
Entweder müssen die Schmerzen aufhören oder man sagt, nun ist aber endlich vorbei.“
Vor einigen Monaten hatte er deutlich weniger Schmerzen. Obwohl er schon damals todkrank war.
Normal essen etwa ging nicht mehr, ein paar Tomaten züchtete er trotzdem auf seinem eigenen
Balkon.
O-Ton
Uli Scholz:
„Also ich seh‘ das immer gerne, wenn irgendwas wächst.“
Kleine Glücksmomente, die er genießen konnte, weil die Krankenkasse ihm eine spezielle
Schmerzbehandlung für Sterbende bezahlte. Die sogenannte „palliative Pflege“.
O-Ton
Nils Wommelsdorf, Palliativpfleger:
„Was war denn die letzten Nächte das große Problem?“
O-Ton
Uli Scholz:
„Übelkeit – im Wesentlichen Übelkeit.“
Übelkeit. Manchmal auch Schwindel und Krämpfe. Nils Wommelsdorf ist als Palliativpfleger dafür
ausgebildet Menschen in den Tod zu begleiten. Wommelsdorf kann Schmerzen lindern, Ängste
nehmen. Die Palliativ-Versorgung ist viel spezieller als eine normale Pflege. Sie soll es Sterbenden
wie Uli Scholz ermöglichen zu Hause zu bleiben, der Pfleger muss dafür Schmerzen und Übelkeit in
Schach halten.
O-Ton
Nils Wommelsdorf, Palliativpfleger:
„Das Vomex war ja auch nicht das Mittel der Wahl und die Haloperidol-Tropfen, haben Sie die mal
ausprobiert, eigentlich?“
O-Ton
Uli Scholz:
„Ich habe nicht das Gefühl, dass die großartig wirken.“
O-Ton
Nils Wommelsdorf:
„Okay“
O-Ton
Nils Wommelsdorf:
„Sie bestimmen ja immer, wann ein Symptom für Sie behandlungsbedürftig ist. Das müssen sie
selber wissen. Wenn Sie sagen, dass Sie das für sich so aushalten, ist das völlig legitim, das… da hat
jeder das Recht zu.“
Viel hatten sie ausprobiert, um Scholz‘ Symptome zu lindern. Mit sehr viel Erfolg. Das Absurde:
Genau dieser Erfolg wurde dann plötzlich ein Problem: Seine Krankenkasse hatte ihn begutachten
lassen. Und fand nun: Mittlerweile erfülle er die Voraussetzungen für die spezielle
Palliativversorgung nicht mehr. Weil er sogar wieder essen könne.
O-Ton
Uli Scholz:
„Ich habe Spargel gekauft, und das ist in dem Protokoll festgehalten worden!“
O-Ton
Nils Wommelsdorf:
„Weil das Lebensqualität ist!“
O-Ton
Uli Scholz:
„Ja. Genau. Davon habe ich allerdings – ich habe den zwar gekocht, aber ich habe davon gerade mal
zwei Stangen oder sowas geschafft. Und dann ging das nicht mehr. Das stand nicht im Protokoll.
Und dann hat die Krankenkasse ein Gutachten in Auftrag gegeben auf Basis der Aktenlage, der
Mensch kannte mich also gar nicht, und hat das echt moniert.“
Der Gutachter kommt auf Aktenlage zum Schluss: Scholz habe zu wenig Symptome, er brauche
diese palliative Versorgung nicht mehr. „..da der Patient offenbar in der Lage ist, durchaus
wechselnde Speisen zu sich zu nehmen.“ Der Gutachter beharrt auf seinem Urteil: wenn Scholz
essen kann, habe er keinen Anspruch auf die Versorgung.
O-Ton
Panorama:
„Wenn Herr Scholz keine spezialisierte Palliativversorgung bekommt. In welche Versorgung fällt er
dann, ist er gut aufgefangen?“
O-Ton
Peter Hoffmann,
Gutachter und Palliativmediziner:
„Das ist nicht meine Aufgabe als Gutachter. Ich muss eigentlich nur definieren: ob der Patient diese
aufwendige spezialisierte Palliativversorgung benötigt. Und da muss ich eindeutig sagen: nein.“
Das Problem: diese Art der Palliativversorgung sieht das Gesundheitsministerium nur für etwa 10
Prozent der Todkranken vor. 90 Prozent der Sterbenden fallen bislang durch das Raster, weil für sie
noch kein Versorgungssystem aufgebaut worden ist. Dazu gehört jetzt auch Uli Scholz. Seit dem
Gutachten bezahlt seine Krankenkasse nur noch normale Pflege. Mit seinen Schmerzen bleibt er
also allein. Und allein wird er nicht zuhause Sterben können.
O-Ton
Uli Scholz:
„Das heißt also, wenn ich, sagen wir mal nachts, in einen Notfall gerate, die 112, lalülala und ab in
die Notaufnahme.“
Seine größte Angst: Dann nie mehr aus dem Krankenhaus herauszukommen. Solche Fälle erlebt
Nils Wommelsdorf immer wieder. Als Palliativpfleger hat er schon viele Menschen zu Hause in den
Tod begleitet. Er ist Teil eines Teams aus Palliativ-Ärzten und -Pflegern – die im Notfall 24 h für ihre
Patienten da sind.
O-Ton
Nils Wommelsdorf, Palliativpfleger:
„Wir versuchen ja, die Leute, soweit es geht, aus dem Krankenhaussystem rauszuhalten, dass sie
auf jeden Fall zu Hause, soweit es geht, bleiben können und dann Zuhause auch ruhig einschlafen
können, sterben können – irgendwann.“
Sterbenskranke mit schweren Symptomen haben seit 2007 sogar einen Rechtsanspruch auf
Palliativ-Versorgung zu Hause.
Doch bis heute ist nur ein kleiner Teil davon gut versorgt, so die Erfahrung von Sven Goldbach,
Leiter des zuständigen Palliativteams. Seine Erfahrung deckt sich mit der anderer Experten.
O-Ton
Sven Goldbach, Pflegedienstleiter:
„Ein Großteil der erkrankten Menschen fallen genau durch unser System, und werden im Prinzip
palliativ nicht gut betreut, weil es einfach keine Struktur für sie gibt. Oder keine
Abrechnungsmöglichkeiten. So dass man ganz klar sagen muss, ein Großteil der Menschen in
diesem Land, die sterben werden, haben keine gute Palliativversorgung bisher.“
Seit Uli Scholz keine Palliativversorgung mehr bekommt, hat er immer mehr Schmerzen. Den
Kampf mit der Kasse hat er schon fast aufgegeben.
O-Ton
Uli Scholz:
„Ich kann mich ganz, ganz schwer aufraffen, irgendetwas in dieser Richtung zu unternehmen. Also
ein Telefongespräch führen ist ein Mordsaufwand, wenn man vor Schmerzen, also die ganze Zeit
nur überlegt, na, sitze ich jetzt richtig? Und ist das Kissen auf dem Rücken okay?“
Immerhin: Seit Panorama sich eingeschaltet hat, signalisiert die Kasse plötzlich Bereitschaft, den
Fall neu zu prüfen. Und auch der Gutachter ändert sein Urteil, als wir ihm die aktuellen
Pflegeberichte zeigen. Sie belegen: Seit Scholz keine spezielle Palliativversorgung mehr bekommt,
ist sein Zustand viel schlechter geworden.
O-Ton
Peter Hoffmann,
Gutachter und Palliativmediziner:
„Also beim Lesen der aktuellen Befunde muss ich sagen, dass die Situation sich insofern
verschlechtert hat, als er jetzt zunehmende Schmerzsymptomatik hat, als er zunehmende, weitere
Beschwerden angibt. Und das erfüllt jetzt wohl die Kriterien der spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung.“
Viele Todkranke wie Uli Scholz fallen weiterhin komplett durch das Raster. Das räumt jetzt sogar
der Gutachter ein, der regelmäßig für die Kassen nach harten Kriterien beurteilt.
O-Ton
Peter Hoffmann,
Gutachter und Palliativmediziner:
„Das funktioniert noch nicht gut. Der erwünschte Verlauf könnte ja sein, dass ein Patient, dem es
sehr schlecht geht, am Ende seines Lebens die spezialisierte Palliativversorgung bekommt, sich
unter dieser optimalen Versorgung soweit bessert, dass er sie dann tatsächlich nicht mehr braucht.
Und dann müsste ein System da sein, das ihn auffängt. Und dieses System gibt es noch nicht.“
Von Gesundheitsminister Gröhe dazu kein Interview. Mängel im System räumt sein Ministerium
mittlerweile ein. Sieben Jahre nach Einführung der Palliativversorgung zieht man in seinem Haus
Nachbesserungen in Betracht. Für Herrn Scholz kommen diese Pläne zu spät. Er hat keine Zeit
darauf zu warten.
O-Ton
Panorama:
„Was machen eigentlich da draußen die Tomaten?“
O-Ton
Uli Scholz:
„Och, die werden… nächstes Jahr wird die Erde gewechselt…(lächelt) vielleicht… Und dann kommen
da neue rein. Ich versuche das Leben so zu leben, als wenn es ewig dauert. Also gibt es auch
Planungen für den Herbst nächsten Jahres und sowas.“

Video: Palliative Versorgung – Kampf mit Krankenkassen (Panorama3, NDR)

YouTube: https://tinyurl.com/palliative-versorgung

Pia Lenz und Anne Ruprecht vom „Panorama“-Team des NDR (ARD) haben mich in diesem Jahr für 2 Tage bei der Arbeit begleitet.
Herausgekommen ist ein Beitrag über Probleme bei der Genehmigung der SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) durch die Krankenkassen.

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Gedreht wurde bei uns im Goldbach PalliativPflegeTeam (www.palliativpflegeteam.de) mit Ulli Scholz (Patient).
Weiterhin kamen ich als Palliativfachpfleger und mein Chef Sven Goldbach (Pflegedienstleiter, Geschäftsführer) zu Wort.

Aufgrund der positiven Resonanz gibt es auch eine umgeschnittene, andere Version des Beitrags aus der ARD: https://nilswommelsdorf.de/video-todkrank/

Das Video in der NDR-Mediathek: Palliativ-Versorgung: Kampf mit Krankenkassen (Panorama 3, NDR – 14.10.2014, 21:15)

App / Website: Palliative Care Tools

Google Play Store (Android): https://tinyurl.com/schmerzapp

Mehr zur App und Website gibt es auch hier: https://nilswommelsdorf.de/artikel-schmerzmanagement-2-0/

Umrechnung von Opioiden mit Bolusberechnung (für Schmerzspitzen), Berechnung von Infusionen (Berechnung von Dosierung, Laufrate, Laufzeit, Bolusgaben und mit „Tropfenklicker“) und Umrechnung von Kortikoiden in einem Tool. Portabel bei der täglichen Arbeit (nicht nur) in der palliativen und onkologischen Versorgung für Arzt und Krankenpflege.

Palliative Care Tools
Palliative Care Tools
Entwickler: Nils Wommelsdorf
Preis: Kostenlos
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1. Opioidkonverter
– Umrechnung von bis zu 2 Opioiden in ein anderes Opioid mit variabler Reduktion und Bolusdosis
– Ausgabe der gesamten Umstellung mit Dosishinweisen und möglichen Bolusgaben (auch anderer gängiger Opioide)
– Bolusberechnung auf Basis eines Opioids (auch Boli mit anderen gängigen Opioiden werden angezeigt)

2. Infusionsberechnung
– Eingabe der (wässrigen) Infusionslösung über Gesamtmenge, Wirkstoffmenge oder Wirkstoffkonzentration
– Eingabe der Laufrate über Wirkstoffmenge, Infusionsmenge, Tropfrate (auch über sog. „Tropfenklicker“) oder Laufzeit
– Eingabe von Wirkstoffbolus oder Infusionsbolus
– Ausgabe des gesamten Regimes inkl. Laufzeit bei 1-6 Bolusgaben

3. Kortikoidumrechnung
– Konvertierung auf Basis der glukokortikoiden Potenz mit Wirklängenangabe

Umrechnungsfaktoren / Conversion Chart


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Idee, Konzept, Programmierung:
Nils Wommelsdorf
Frameworks:
jQuery mobile (jquerymobile.com)
PhoneGap (phonegap.com)
Plugins:
jQuery Keypad (keith-wood.name)
FT fastclick (labs.ft.com)

Facebook:
https://www.facebook.com/palliativecaretools

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+++ WICHTIG:
Der Autor übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Ergebnisse der Berechnungen.
Die Tools in diesem Programm ermöglichen auch die Eingabe unwahrscheinlicher Werte und Kombinationen.
Hinweise erscheinen nur bei verläßlichen Vorgaben.Ergebnisse der Tools durch den Nutzer wird
Es wird immer empfohlen, sämtliche Ergebnisse selbständig zu validieren.+++

INSTALLATION:
Nur Zugriff auf Netzwerkkonfiguration nötig (bedingt durch die Entwicklersoftware).
Beim erstmaligen Starten etwas verzögertes Laden der App.

MÖGLICHE OPIOIDE:
Alfentanil i.v., Buprenorphin enteral, Buprenorphin parenteral, Buprenorphin transdermal, Codein, Dihydrocodein enteral, Dihydrocodein parenteral, Fentanyl enteral, Fentanyl parenteral, Fentanyl transdermal, Hydromorphon enteral, Hydromorphon parenteral, Hydromorphin peridural, Hydromorphon spinal, Levomethadon, Meptazinol, Morphin enteral, Morphin s.c., Morphin i.v., Morphin peridural, Morphin spinal, Nalbuphin, Oxycodon enteral, Oxycodon parenteral, Pethidin, Piritramid, Remifentanil i.v., Sufentanil i.v., Tapentadol, Tilidin, Tramadol

MÖGLICHE KORTIKOIDE:
Betamethason, Cloprednol, Cortison(acetat), Deflazacort, Dexamethason, Fludrocortison, Fluocortolon, Hydrocortison (Cortisol), Methylprednisolon, Prednison, Prednisolon, Triamcinolon

Video: Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern?

YouTube: https://tinyurl.com/was-ist-schmerz

Das großartige Video „Understanding Pain in less than five minutes?“ aus Australien habe ich ins Deutsche übersetzt und synchronisiert.

Mittlerweile empfiehlt sogar die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS) das Video auf ihrer Webseite mit der „Note 1“:
http://www.dgss.org/patienteninformationen/weitere-informationen. Ebenso verweist Dr. M. v. Wächter an verschiedenen Stellen darauf (beispielsweise http://www.schmerzpsychoedukation.de/audio), wie auch einige Fachbücher (beispielsweise AiQuA
Altenpflege-Ausbildung (AP) Lernbausteine 1-13
).

Das Video (und meine Übersetzung) ist unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und darf somit (gerade für Fortbildungen, Info-Veranstaltungen etc.) frei genutzt werden.

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Ein Paket mit dem Video und weiteren Infos dazu findet sich hier:

Video - Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern (Understanding Pain What to do about it in 5 Minutes).zip

Die „Brainman“-Trilogie ist fertig:
– Was ist Schmerz und wie kann ich ihn lindern?
Was ist Schmerz? – Die Therapie chronischer Schmerzen
Was ist Schmerz? – Opioide bei chronischen Schmerzen

Transkript des Videos:

Jeder von uns weiss, dass Schmerz eine grundlegende menschliche Erfahrung ist.
Doch heute wissen wir, dass Schmerz zu 100% vom Gehirn produziert wird – und zwar jeder Schmerz, sei er schneidend, dumpf, stark oder leicht – und ganz gleich, wie lange er anhält.
Sie können Schmerzen für einige Wochen oder Monate haben: Akute Schmerzen, die durch Zellschädigung entstehen – beispielsweise nach einem Sturz oder bei einem verstauchten Knöchel.
Man wird Sie ermuntern, aktiv zu bleiben und nach und nach in ihren normalen Tagesrhythmus zurückzufinden – und wieder zur Arbeit zu gehen.
Sollten die Schmerzen allerdings drei Monate oder länger anhalten, spricht man üblicherweise von einem chronischen Schmerz, denn eine Verletzung oder Zellschädigung ist nicht das eigentliche Problem.
Wenn Ihnen nun gesagt wird, Sie hätten chronische Schmerzen, werden Sie wahrscheinlich nicht wissen, wie Sie sich am besten verhalten sollen.
Obwohl chronischer Schmerz in Deutschland, wie in Australien, ein wirklich großes Problem ist, denn jeder fünfte Mensch leidet darunter.

Ein Gehirn zu haben, das weiterhin Schmerz produziert, obwohl Verletzungen verheilt sind, macht keinen Spaß.
Manche sagen, dass es sich anfühlt, als wären sie immer noch körperlich erkrankt.
Aber so ist es nicht, denn wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden oder nach spätestens 3 – 6 Monaten ausgeheilt sind, liegt ein chronischer Schmerz vor, der vom
Gehirn produziert wird.
Es geht also weniger um körperliche Schädigungen, sondern um ihr Gehirn und das Nervensystem in ihrem Körper – mit anderen Worten, es ist komplex.
Um nun herauszufinden, was ihre Schmerzen lindern kann, müssen Sie ihr Gehirn und das Nervensystem
umtrainieren.
Darum sollten Sie wissen, welche Dinge das Nervensystem beinflussen und so ihre Schmerzen verursachen könnten.
Hilfreich ist es, bei der Erforschung des Schmerzes objektiv und mit Hilfe eines strukturierten Plans vorzugehen, sodass keine möglicherweise wichtigen Punkte ausser acht gelassen werden.

Zuerst die klassische Medizin.
Medikamente können helfen, aber nur in beschränktem Maß. Um das Gehirn umzutrainieren, müssen sie selbst aktiv werden. Anfänglich Medikamente zu nehmen ist ok. Im Laufe der Behandlung können sie dann ausgeschlichen und abgesetzt werden.
Oftmals denken Menschen auch über eine Operation nach, doch kann diese bei chronischen Schmerzen meist nicht helfen. In diesem Falle ist es gut, eine zweite Meinung einzuholen und vorher die nun folgenden Punkte zu beachten.

Sie sollten bedenken, wie Gedanken und Emotionen Ihr Nervensystem beinflussen.
Schmerzen belasten das Leben, verändern die Gefühlslage und Belastbarkeit. Aber Gedanken und Gefühle sind Nervenimpulse des Gehirns, und Sie können lernen, Stress zu reduzieren und das Nervensystem zu entlasten.
Dies fördert Ausgeglichenheit und reduziert wiederum den Schmerz.

Der dritte Bereich umfasst Ernährung und Lebensstil.
Unsere moderne Lebensführung scheint nicht sehr gesund für uns zu sein – Ernährung und unser Lebensstil führen zu einem überstrapazierten Nervensystem.
Dinge wie Nikotin, ungesunde Lebensmittel, Alkohol oder mangelnde Bewegung könnten problematisch sein – und Punkte auf Ihrem persönlichen Plan zur Linderung der Schmerzen.

Wichtig ist oft auch das Erforschen der Ursachen des Schmerzes in der eigenen Geschichte.
Mit Abstand auf die Dinge zu schauen, die zur Zeit des ersten Auftretens des Schmerzes geschehen sind, hilft vielen Menschen eine Verbindung zwischen einem Schicksalsschlag und der Veränderung des Schmerzempfindens zu finden.
Für viele ist das Erkennen dieser tiefen Emotionen Teil des Heilungsprozesses.

Zuguterletzt die körperliche Aktivität.
Des Beste ist es, aus Sicht des Gehirns, ein aktives Leben ohne Angst vor Schmerzen zu führen

Zusammenfassend lässt sich also über den chronischen Schmerz sagen:
Er kommt aus dem Gehirn und das Gehirn kann umtrainiert werden.
Wenn man Körper, Geist und Umfeld betrachtet, bieten sich viele Möglichkeiten.

Also, holen Sie sich eine helfende Hand, wenn Sie eine brauchen, haben sie ein Ziel vor Augen
und fangen sie an!