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Essen und Trinken am Lebensende (Praxishandbuch Pflege / Pflege & Management)

Für das “Praxishandbuch PDL” und “Pflege & Management” des duz (Deutsche Universitätszeitung) medienhauses habe ich einen Artikel zum Thema “Essen und Trinken am Lebensende” verfasst. Aus den viele Vorträgen und Seminaren, die ich zum Thema inspiriert, gehe ich vor allem auf praktische Aspekte der Versorgung bei Inappetenz und Dehydration / Exsikkose ein. Die Frage nach Sinn und Zweck unterstützender oder parenteraler Ernährung und Hydration spielt ebenso eine Rolle, wie der Themenbereich “Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit am Lebensende (FVNF – “Sterbefasten”)”.

Palliative Care – Essen und Trinken am Lebensende

  • Praxishandbuch PDL (Nr. 45 1/19, Februar 2019, Kap. 4 P), duz medienhaus, ISSN 1868-9523 https://www.pdl-bibliothek.de/
  • Pflege & Management (Nr. 77 1/19, Februar 2019, Kap. B 4.14), duz medienhaus, ISSN 1619-1463
"Praxishandbuch PDL" und "Pflege und Management" des duz (Deutsche Universitätszeitung) Medienhauses
“Praxishandbuch PDL” und “Pflege und Management” des duz (Deutsche Universitätszeitung) Medienhauses

“Wenn Menschen während des Sterbeprozesses Hunger- und Durstgefühl verlieren, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Neben der Ermittlung der Gründe und der Einleitung appetitanregender Maßnahmen muss überlegt werden, ob eine Nahrungssubstitution sinnvoll ist. Dabei gibt es viel zu bedenken, allem voran: Was ist der Wille des Betroffenen? Und machen sich Pflegekräfte und Ärzte strafbar, wenn sie den Betroffenen bei einem freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit unterstützen? Dieser Beitrag zeigt Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten auf, mit dem Verlust von Hunger und Durst von sterbenden Pflegebedürftigen umzugehen – wobei die individuelle Situation des Betroffenen immer im Vordergrund steht.

Essen und Trinken haben im Leben einen hohen Stellenwert, denn  „Essen hält Leib und Seele zusammen“. Die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme ist ein sinnliches Erlebnis, ein basaler Reiz, das Spüren des eigenen Körpers, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Wenn Pflegebedürftige am Lebensende die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme verweigern oder eine orale Aufnahme durch Erkrankungen nicht mehr möglich ist, stecken die Pflegenden, die Angehörigen, die behandelnden Ärzte und häufig die Betroffenen selbst in einem Dilemma:

  • Kann die orale Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme unterstützt und verbessert werden?
  • Kann künstliche Ernährung, Flüssigkeitsgabe über Sonden oder Infusionen die Situation des Betroffenen verbessern?
  • Möchte der Betroffene solch eine invasive Maßnahme oder ist es womöglich sein Wille, keine Nahrung und Flüssigkeit mehr aufzunehmen?
  • Wie können die Behandelnden rechtssicher handeln?”