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#01 Matthias Grimme: Sadomasochismus, Schmerz, Lust und Bondage

BDSM (Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism) ist die moderne Bezeichnung verschiedener Spielarten im Spannungsfeld zwischen Dominanz und Unterwerfung. Den meisten ist eher das klassische SM, also Sadomasochismus, bekannt.

Matthias T.J. Grimme ist mein Interviewpartner in dieser Folge des Podcasts und ein ausgewiesener Experte in diesem Bereich: Er ist seit Jahrzehnten Mitherausgeber der „Schlagzeilen“, des grössten deutschen SM-Magazins, und Pionier des japanisch inspirierten Bondages in Deutschland. Hier spricht er über die Gründe, warum Menschen in Schmerzen und Fesseln, in Unterwerfung und Dominanz Lust und Erfüllung finden.

Link zur Folge über die „Leidensbilder“: Christentum: Leiden und Schmerz am Kreuz – Schmerz. Der Podcast.

Mehr zu Matthias, den Schlagzeilen und seinen Bondage-Projekten unter www.schlagzeilen.com und www.bondageproject.com

Musik:

  • Intro, Jingle und Outro: Tidy (Podcast Version) – Heiko Wommelsdorf
  • The Masochism Tango – Tom Lehrer (from „The Remains Of Tom Lehrer: Studio Recordings With Piano“, 1959) (Public Domain)
  • Small – Heiko Wommelsdorf
  • Open- Heiko Wommelsdorf
  • Wet – Heiko Wommelsdorf
  • Japanese Koto Consort – Kyo No Warabeuta (Public Domain)
  • Bad – Heiko Wommelsdorf
  • Sure – Heiko Wommelsdorf

Heiko Wommelsdorf – Midi Piano (Album):

Sounds: Sound Effects from Pixabay

Literatur:

Matthias T.J. Grimme – Das SM-Handbuch – aktualisiert und erweitert, 2018, CHARON Verlag Grimme KG. ISBN 978-3-931406-80-6, 272 Seiten

Matthias T.J. Grimme – Das Bondage-Handbuch, 13. Auflage, 2011, CHARON Verlag Grimme KG. ISBN 978-3931406714, 256 Seiten

Sytze van der Zee – Schmerz. Ein Biografie, 2014, btb-Verlag. ISBN 978-3-442-74971-3 (Interview aus dem Podcast auf S. 323f)

Transkript der Podcastfolge

Und wenn es irgendwie halt eben keine korrekte Kommunikation ist, dann ist es eben auch, wenn es im Gewand von SM-Anlehnung kommt. Gewalt. Punkt.

Herzlich willkommen zu Schmerz der Podcast.

Heute geht es um Schmerz und Lust. Zwei Dinge, die sich für viele ausschließen mögen. Die für andere Menschen aber ein wichtiger Teil ihres Lebens und auch ihrer Sexualität sein können.

Zu diesem Thema habe ich ein Interview mit einem ausgewiesenen Fachmann führen können. Matthias Grimme.

Matthias Grimme ist wie ich gelernter Krankenpfleger, aber vor allen Dingen bekannt für seine Arbeit in und für die SM-Szene in Hamburg und auch in ganz Deutschland, denn er ist seit Jahrzehnten herausgeber des größten deutschen SM-Magazins

Schlagzeilen. Außerdem ist er Autor des SM-Handbuches und des Bondage-Handbuches. Seine große Leidenschaft gehört dem sogenannten Japan Bondage, das er als Pionier nach Deutschland gebracht hat.

Er ist in Deutschland und auch international bis heute auf vielen Bühnen mit seiner Partnerin Nicole zu sehen. Bondage, also die Kunst zu fesseln, wird uns auch in diesem Gespräch immer wieder begleiten. Also viel Spaß!

Schmerz ist das, was die Betroffenen darunter verstehen. Und er liegt immer dort und dann vor, wenn ihn die Betroffenen spüren. Schmerz ist individuell und betrifft jeden Menschen.

Ob als Warnung des Körpers jahrelange Erkrankung, Zeichen von Überlastung oder Folge eines traumas. genauso ist die Schmerztherapie individuell. Und um die Schmerzen und ihre Therapie, darum geht's in Schmerz der Podcast.

Und ich bin Nils Wommelsdorf. Zuerst einmal eine Triggerwarnung. Es geht in dieser Podcast-Folge um Gewalt und die daraus resultierenden Schmerzen.

Was die Schmerzen in dieser Folge, aber von denen in anderen Folgen unterscheidet, ist, dass sie im Einvernehmen ausgelöst werden.

Das Einvernehmen, der sogenannte Constant, ist in der ganzen BDSM-Szene, und um die geht es hier, extrem wichtig, deswegen das zuvorderst.

Wenn du beim Arzt bist, da sagt der Arzt auch nicht, darf ich dich irgendwie aufschneiden, oder beim Tätowierer darf ich dich löchern, sondern da kriegst du halt ein Zettel.

Und bei Fragen Erklärungen, und erst wenn du bestätigst, dass du das, was auf diesem Zettel steht, an potenziellen Gefahren, an potenziellen Nebenwirkungen gelesen und verstanden hast, dann darfst du dein Otto unter diesem Zettel setzen.

Das heißt, das ist der Unterschied zwischen einfacher Einvernehmlichkeit und informierter Einvernehmlichkeit. Wenn du nämlich weißt, was alles passieren kann, bist du nämlich informiert.

Das heißt, ich persönlich bin der Meinung, dass irgendwie alle Einvernehmlichkeit, die nur auf der oberflächlichen, ich sag ja zu etwas, Ebene ist, ist vorn Arsch. Weil es funktioniert nur korrekt, wenn du halt weißt, auf was du dich einlässt.

Also, wenn ich mir angucke, wie häufig Leute irgendwie ihre Hand an den Hals ihres Partners oder ihrer Partnerin legen und zudrücken, dann frage ich mich, hat es da jemals ein Gespräch drüber gegeben, was da möglicherweise passieren kann.

Und dann habe ich ein paar Jahre später wiedergelesen, also irgendwie die informierte Einvernehmlichkeit ist zu wenig. Und ich so, das ist seltsam.

Dann habe ich die Natur gelesen von einem der großen Leute, die da in der SM-Community ja schon seit vielen Jahren Bücher schreiben und Lehrveranstaltungen machen und so.

Und er hat gesagt, naja, die Frage ist halt nicht, ob es nur einvernehmlich ist, das ist grundvoraussetzung. Aber die Frage ist, was kommt hinten raus?

Wenn irgendwie halt alles super ist, einvernehmlich, mit gesundem Menschenverstand, risikobewusst, was auch immer. Und am Ende fühlt sich einer von dem beteiligten Scheiße, dann ist es halt nix. Kacke.

Das ist nicht SM.

Und da denke ich mir, ja, war bei mir immer so.

Aber schon gut, dass man da drauf nochmal hinweist.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts bekam der Sadomasochismus seinen Namen. Die Schriftsteller de Sade und Sacher Masoch waren die Paten.

De Sade schrieb pornografische Geschichten, die mit Dominanz und Gewalttätigkeit spielten. Der Sadismus bezeichnet daher als psychologischer Begriff, die Lust, Macht und Gewalt über und an anderen auszuüben.

Auch Sacher Masoch war ein populärer Schriftsteller und schrieb neben vielem andern über das triebhafte Verlangen nach Schmerzen und Unterwerfung.

Sein dahingehend bekanntestes Werk ist Venus im Pelz, Venus in Furs im Englischen, vielleicht kennt jemand von euch den schönen Song von The Velvet Underground.

Und genau diesen Konzent, dieses Einvernehmen, traf auch schon der Marquis de Sade mit seiner ersten ehefrau.

Ich schwöre dem Marquis de Sade, meinem Liebhaber, für immer nur ihm zu gehören, niemals einen anderen zu heiraten, noch mich anderen hinzugeben und ihm treu zu bleiben, solange das Blut, mit dem ich diesen Schwur besegle, durch meine Adern fließt.

Sollte ich auch nur die geringste klausel dieses Schwurs willentlich oder unbewusst verletzen, so erlaube ich ihm, von diesem Schwur gegen mich jeden ihm genehmen gebrauch zu machen. Mit Blut signiert, 15. Dezember 1769.

Ich weiß noch, als ich meine zukünftige frau kennenlernte, da haben wir dann gesagt, du hast röstenellen, dann irgendwie röstenlaumenvertrag und so und du hast mich provoziert, dann haue ich dich, ne, ne, ne, ne, Strafe, bla.

Und das hatte sich aber relativ schnell erledigt, weil wir das eigentlich alles ziemlich kacke fanden.

Und die Nummer mit den Strafen für dumme Sprüche, da habe ich dann auch gesagt, da hat meine zukünftige frau, also Andréa, dann zu mir gesagt, du Matthias, du bist gerade aber mir alle gute Sprüche abzugewöhnen.

Und das ist klar, man kann nicht wirklich unterscheiden, was ist der Spruch, der eine sexuelle Provokation ist und was ist der Spruch, der mir einfach auf die Zunge springt, weil es einfach so ein guter Spruch ist.

Du gewöhnst mich jetzt aber beides ab. Willst du das? Und ich so, ich stehe auf guter Unterhaltung?

Nein. Dann hat er gesagt, gut, dann lassen wir das mit der Strafe. Es gibt hin und her keine Strafe.

Alle anderen, mit denen ich dann nachgespielt habe, die haben dann mehr oder weniger den Vorteil davon gehabt. Und stattdessen wird es halt Wildkür. Wildkür bedeutet natürlich auch, dass du guckst, passt es jetzt in die Situation.

Ich weiß noch irgendwie, als meine frau am ersten Abend, als sie mich mit zu sich nach hause genommen hat, als wir uns kennengelernt haben, sie dann gefesselt, das konnte ich ja, stand ich ja drauf.

Und dann sagt sie, das ist ja ganz schön, aber du musst mich auch noch hauen.

Und ich so, äh.

Das war so gar nicht in meinem Kopf vorgesehen. Ich hatte neben dem Wunsch, Menschen zu fesseln, hatte ich eben auch noch jede Menge richtige Schmutzgedanken, Fantasien.

Und das war für mich aber ganz klar, das kann ich nicht mehr in der Realität ausleben. Und jetzt plötzlich, denn doch was mit Aua, wusste ich gar nicht.

So den frauen schlägt man sowieso nicht und überhaupt, was da an den Lappen gelangt, bin ich ziemlich klar und eindeutig erzogen worden. Naja, und dann meinte sie dann.

Ich habe ein richtiges Training.

Ja klar, und dann Rückmeldungen. Letzten Endes ist das ja so, ich sage auch den Leuten in meinen Workshops, in meinen Bondage-Workshops, sage ich immer, du wirst nicht ein guter Fessler, weil du bei mir im Kurs bist.

Und noch so viele Vollfessungskurse gemacht hast. Du wirst ein guter Fessler, weil du darauf hörst, was die Person, die du fesselst, dir zurückmeldet.

Dominanz bedeutet also nicht zwingend, dass nur eine der beiden Personen ihre oder seine Vorlieben auslebt.

Doch so sehr man es auch jedem Menschen gönnt, sein Glück zu finden, ist doch die Frage, warum jemand sein Glück findet, indem er sich jemandem anderen unterwirft, indem er sich vielleicht Schmerzen zufügen lässt.

Sind alle Menschen in der SM-Szene durch irgendwelche traumata belastet?

Ich habe eine Sache für mich schon vor vielen Jahren festgestellt. Es gibt also Leute, die nur marginal verletzt wurden in ihrer Kindheit, ist die Minderheit.

Das Gros der Leute, es sind irgendeiner schleppt irgendwelche beschissenen schweren Rucksäcke durchs Leben, weil irgendwelche missbräuchlichen Geschichten, und missbräuchlich meine ich, eben halt nicht nur irgendwie sexuellen missbrauch, der

irgendwie deutlich weniger stattfindet oder gefunden hat, zumindest mit den Leuten, mit denen ich geredet habe, sondern sehr viel häufiger der psychische missbrauch stattgefunden hat. Dieses jemanden nicht wahrnehmen, jemanden immer klein machen,

verbal und so weiter und so weiter und so weiter. Diese Geschichten. Und dadurch, dass das irgendwie so weit verbreitet ist, ist natürlich klar, dass auch in der SM-Szene das weit verbreitet ist.

Es gibt eine sehr bekannte Psychologin, die in dieser Szene arbeitet, die, ich sage bewusst keinen Namen, die ist der Meinung, dass der Anteil der Menschen, die missbrauchserfahrungen haben, in der Szene höher ist als im Durchschnitt.

Ich glaube, sie erlegt einen Irrtum, weil sie nicht verstanden hat, dass SM ist ja was mit Kommunikation, man muss reden.

Und in dem Moment, wo ich darüber rede, was meine geheimen sexuellen Wünsche sind, ist der Weg nicht so weit, dass ich irgendwie auch darüber rede, was für schlechte Erfahrungen ich in meinem Leben gemacht habe.

Das heißt, es liegt sehr viel eher in SM-Zusammenhängen auf dem Tisch, dass irgendwelche missbräuchlichen Geschichten gelaufen sind in meiner Kindheit und Jugend, als in Beziehungen, wo nicht geredet wird.

Und deswegen, wer das so vom Außen betrachtet, wirkt es natürlich so, dass mehr Leute haben halt drauf in der Szene, dass sie irgendwelche blöden Erfahrungen gemacht haben, als bei der normalen Bevölkerung, die eh nicht über Erfahrungen nachdenkt.

Und wie landen die Menschen dann in der Szene?

Also nach meiner Einschätzung, also das ist, alles was ich sage, ist ja nicht wissenschaftlich, sondern das ist ja eher Alterswissenschaft.

Nach irgendwie über 30 Jahren innerhalb der SM-Szene, nämlich bewegend, mit hunderten von Leuten gesprochen, es gibt einmal die Leute, die man irgendwie gerne als naturveranlagt bezeichnet, die wissen ganz häufig schon sehr früh, dass mit ihnen was

anderes ist. Ich wusste das eben halt schon mit fünf oder so, dass irgendwie ich so fasziniert, wie ich als kleiner katholischer Junge, der schon lesen konnte und deswegen irgendwie so Märtyrer Jugendbücher gelesen hat, dass ich das sehr faszinierend

fand und dass ich das Gefühl, wenn ich mir irgendwelche Nägel an den Körper gehalten habe, sehr aufregend fand und dass ich es aber niemand erzählen konnte. Dann gibt es eben halt die Leute, die halt später, weil sie jemanden, das ist so die

biografischen SMer, weil sie jemanden kennenlernen, der auf das Thema steht und sie sind dann bereit zu sagen, ok, dann probieren wir das mal aus und dann feststellen, dass es ja ganz lustig ist irgendwie zu dominieren oder zu hauen oder sich hauen

zu lassen und das ist aber im Allgemeinen am Ende dieser Partnerschaft dann erledigt. Und dann gibt es die Leute, die ich so als Sensation-Seeker, also muss immer ein neuer Kick her. Die waren denn gestern irgendwie in dem Striptease-Kurs.

Vorgestern waren sie irgendwie in Swinger Club und jetzt bewegen sie sich mal ein bisschen in SM-Szenen. Und demnächst gehen sie dann in KitKat-Club in Berlin, um irgendwie in pikanter Unterwäsche rumzulaufen.

Für die meisten Menschen ist Sadomasochismus, Sadomaso oder abgekürzt SM, meist gleichbedeutend mit Männern, die gewaltbetonten Sex mit frauen haben. Oder frauen, die als Dominar über männliche Sklaven herrschen.

Diese beiden Bilder werden auch in den Medien bis heute weit verbreitet.

Sei es nun in Fifty Shades of Grey oder in unzähligen anderen Büchern oder Filmen seit den 60er Jahren, die ihren zusätzlichen Reiz allerdings dadurch ausübten, dass sie auf den Listen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aufgeführt

wurden. Die Szene selbst bezeichnet sich heutzutage oft als BDSM, Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism. In der Umgangssprache bleibt allerdings SM oft der vorherrschende Begriff. Von Anfang an ist SM pathologisiert worden.

Als aktive oder passive Algofilie bezeichnet Schmerzsucht. Oder in der ICD-10-Klassifizierung unter F655 Störung der Sexualpräferenz. In der ICD-11, die seit Anfang 2022 veröffentlicht ist, wurde der Passus endlich gestrichen.

Gegen eine Klassifizierung als pathologische Störung sprach aber schon immer, dass einvernehmlicher SM für die Beteiligten keine schädlichen Folgen hat, sondern ihnen ganz im Gegenteil das freie Ausleben ihrer Wünsche erst ermöglicht.

Ohne einvernehmen ist gerade Sadismus natürlich eindeutig eine Straftat. Ihr hört Schmerz, der Podcast.

Also ich wusste schon sehr früh, dass ich irgendwie auf Hesselln stehe.

Es gab hier in Hamburg im Karow-Viertel einen Comic-Shop, der hatte in seinem Hinterzimmer irgendwie Bondage-Schäfte und irgendwelche interessanten Comics, die damals bei meinem damaligen Taschengeld irgendwie nicht zu bezahlen waren.

Und deswegen hab ich dann angefangen, den Kram mir selbst zu zeichnen und weiterzuentwickeln.

Dann war ich in einem modernen Theaterstück auf Kappnagel, wo fünf schauspieler, ein sechster schauspieler, der irgendwie halt weite Gurte im Körper hatte, wie Anni Mayonette über Elektro-Vinches bewegt haben. Ich war völlig fasziniert.

Und bin dann irgendwie zu mir nach hause gegangen, hab natürlich Andrea irgendwie voll gelabert von der Geschichte, bin zu mir nach hause gegangen, damals in einer 30-Quadratmeter-Wohnung, sehr alter altbau, Wände aus gehärtetem Quark, keine Chance,

die Elektro-Vinche irgendwie zu befestigen. Und dann war ich mit Andrea mal wieder in Amsterdam und wir haben das eigentlich immer so, dass wir dann auch so Zeiten haben, wo wir sagen, oh, heute geh ich mal allein spazieren, um mal zu gucken.

Und das war so einer der Tage und dann kam Andrea wieder und brachte ein Heft mit von japanischem Hänge Bondage und sagte, ich glaube, dass ist das, was du suchst und nicht so.

So, da habe ich angefangen, irgendwie rumzurecherchieren im Netz, ob es irgendwelche Infos gibt, wie man sowas macht.

Und es hat lange gedauert, bis ich irgendwie über eine Webseite gesteuert bin, wo es so Schritt für Schritt Anleitungen, so Tutorials gab mit englischer Erklärung.

Das ist dann letzten Endes auch die Basis gewesen für die Infos zu japanischer Bondage aus dem ersten Band, also ersten Ausgabe des Bondage Handbuchs.

Und bin dann aber eben halt im Jahr 2000, mehr oder weniger durch Zufall, also wir hatten irgendwie Osala Stief, der ist das Bindeglied zwischen Westen und Osten. Der hat für uns geschrieben, Letter from Tokyo.

Wir hatten ja vor mir in den Schlagzeilen immer irgendwie so, wenn wir was kriegen, irgendwie ein Letter from überall her, wo es sich irgendwie ergibt. Wir hatten neulich irgendwie zweimal ein Letter from China.

Wir hatten irgendwie halt Letter from Israel auch. Und der sagte dann zu mir, als ich so sagte, Japan, wieso, ist doch kein Problem. Du kannst bei mir pennen.

Die Nudelsuppe an der Straßenecke kostet genauso viel, wie wenn du sowas in Hamburg essen würdest. Das Einzige, was du bezahlen musst, ist den Flug.

Im Herbst dieses Jahres, 2000, auf der Venus war ich, um irgendwas, ich glaube das Bondescheinbuch vorzustellen oder so. Und da war dann irgendwie so, dass mich einer der Aussteller fragte, ob ich nicht eine Show machen könnte an seinem Stand.

Und ich so, hast du ein Modell? Und er so, nee, aber vielleicht kennst du jemanden, den du fragen kannst?

Und die einzige Person, die ich halt kannte, war halt aus Hamburg, also eigentlich aus EZU, aber in Hamburg auf den Partys, die wir veranstaltet haben. Da hat mich ein Nervenbild mit, schlagzeilenausgabe ist schon wieder so spät.

Ich hab das bezahlt, ich erwarte, das ist pünktlich, dass ich kann das fordern. Da hab ich die gefragt, ob sie mit mir Lust hat, da eine kleine Show zu machen. Und dann sagt sie, muss ich was können?

Und ich sag, nee, musst du nicht. Das krieg ich mir schon hin. Naja, so sind wir das erste Mal aufgetreten.

Und inzwischen sind wir das dienstelbeste Profi-Paar weltweit. Nicole und ich waren das erste westliche Paar, was jemals was auf einer japanischen Bühne gemacht haben. Wobei lustig war, die Japaner konnten überhaupt nichts.

Es kam damit überhaupt nicht klar, weil die haben ja ganz anderen Ansatz unterm Strich.

Weil auf der japanischen Bühne wird irgendwie halt im Allgemeinen eine hübsche junge frau, möglichst nackt, so gefesselt, dass sie ganz viel Grund hat, irgendwie viele Leidensgeräusche von sich zu geben, sich ordentlich zu schämen und so weiter und

so weiter. Die richtig guten Modelle können das auch.

Dazu muss man nämlich sagen, dass auf japanischen Bühnen, bei Shows, etwa 99% der Modelle einfach aus dem Sexbusiness sind und die dafür bezahlt werden, dass sie genau diese Show liefern mit Ah, Ah, Ah, Ah, Ah.

Es war mir schon sehr früh klar, dass da irgendwas nichts mit Authentizität zu tun hat. Und der Prana kam damit natürlich nicht klar, dass ich irgendwie Nicole Nadel in die Titten stecke und Nicole breit grinst. Das war für sie völlig unverständlich.

Und als ich sie dann auch haue und sie immer noch zufrieden guckt. Ich hab neulich im letzten Herbst auf einer Messe in Karlsruhe. Hat einer das geschafft, das richtig auf den Punkt zu bringen?

Der hat zu mir gesagt, Matthias, sag mal ehrlich, ihr geht doch eigentlich nur auf die Bühne und spielt miteinander rum und wir als zuschauer dürfen zugucken. Du hast es erfasst. genau so ist es.

Wir brauchen niemandem zu beweisen, wie teuer wir Kaisln können. Wir brauchen keinen Riesen-Ramba-Zamba zu machen, große Räder zu drehen oder so. Das, was die Leute von uns sehen wollen, ist das, was zwischen uns abläuft.

In den Shows von Matthias und Nicole wird Japan-Bondage gezeigt, eine wirklich hohe Kunst.

Dazu etwas, was auf der Website temporäres Piercing genannt wird. Was es aber auf gar keinen Fall ist, es ist kein Sex.

Wir waren mal gebucht in der Disse, irgendwie in Herne, eine der drei größten deutschen Diskotheken.

Und die kamen auf die lustige Idee, irgendwie einen erotischen Abend, also sexy Abend zu machen und haben halt alles Mögliche eingeladen, von Stripthies Leuten, über Tantra-Massage, was auch immer. Dann hatten sie uns auch gebucht.

Und das war so eine Disse, wo so ein erstes Jahr, 18, 19, 20-Jährige rumhüpften. Und die haben dann gefragt, kommt ihr denn nach Tom Agasmus, wenn ihr auf der Bühne steht? Nein, kommen wir nicht.

Das Kopfding.

Und am besten lässt sich das alles nachvollziehen, wenn man sich die Fotos auf der Website anguckt.

Wenn du japanische Bondage Fotos im Net siehst, sind irgendwie 95 Prozent der Bilder, kannst du die Augen von den Mädels nicht sehen. Wenn du sie sehen kannst, siehst du, dass sie geschlossen sind.

Wenn du sie nicht sehen kannst, siehst du einfach nur die Haare davor hängen. Ich quark ja häufiger mal, warum diese Art von Bildern sind, warum es nicht die andere Art von Bildern sind. Selbst da mache ich mir was dagegen.

Es hat mir gerade jemand, ich glaube, auf Twitter gesagt, Matthias, hat da schon mal rüber gemeckert. Ich zeige auch, dass man das eben auch machen kann.

Ich hatte dann auch ein Foto von einem gefesselten, ziemlich derbe gefesselten, aber sehr zufriedengrenzten Foto gemacht. Und ich liebe halt die Fotos, wo meine Modelle zufrieden kommen.

Es gibt so eines meiner chronografischen Bilder, da ist gar nicht so viel Fesselei dabei. Da steht ein Modell aus den Nollayam, breitbeinig, hat fröhliche, fast zwei Kilo an ihren Schamlippen hängen und grinst so mit verschreckten Armen.

Das ist für mich so eins, ja, und es gibt ja auch ein paar Fotografen, die tolle Fotos von Nicole und mir gemacht haben. Eines der schönsten Bilder ist irgendwie, wo Nicole und ich uns umarmen.

Du siehst zwar die Seilspuren auf der haut, aber es ist einfach strahlt einfach so viel Freude aus. Also man kann irgendwie halt die derbsten Geschichten machen. Ich weiß noch irgendwie, wer ist Nicole?

Und ich irgendwie auf die lustige Idee kam, auf einem SM-Camp in Dänemark irgendwie hatte ich alles mit, um Nicole irgendwie die Tippen irgendwie an dem Brett festzunageln.

Das hatte ich schon ein, zwei Mal gemacht zu der Zeit und hatte aber kein einziges Foto davon. Hab dann Andrea gefragt, ob sie irgendwie da nicht Fotos machen will. Und Andrea so, Scheiße, der brutale Kack, da hab ich keinen Bock drauf.

Na ja gut, wenn er mich schon fragt, dann mach ich das dann. Und dann hat Andrea hinterher gesagt, äh, feier überhaupt nicht brutal. Weil so, wie ihr das gemacht habt, war es total liebevoll.

Und das war eindeutig im Vordergrund das Liebevolle. So und anders geht's für mich nicht.

Diese Geschichte zeigt, wie ich finde, ganz eindrücklich, dass der Schmerz eben kein rein physisches Ereignis ist. Ihr erinnert euch vielleicht an die Nozizeption, die Schmerzreizleitung durch den Körper.

Zuerst entsteht der Schmerz, die Transduktion. Dann wird er durch den Körper geleitet, die Transmission. Und im dritten Schritt, der Schmerzwahrnehmung, wird der Schmerz im Bewusstsein eingeordnet.

Das heißt, ist der Schmerz für mich vielleicht bedrohlich? Ist da vielleicht auch etwas Angenehmes? Im vierten Schritt der Nozizeption, der Modulation, kommt noch hinzu, dass der Schmerzreiz selber zu einer endorphinausschüttung führen kann.

Und da scheint ein Schmerz, egal wie stark er ist, völlig unterschiedliche Emotionen auszulösen. Eben etwas hohe Individuelles, wie hier bei Matthias und Nicole.

Ich hatte vor einer Weile, da wusste ich überhaupt gar nicht, was los ist. Da hat Nicole sehr unreich reagiert. Und ich habe es überhaupt nicht verstanden, weil ich nicht mitgekriegt habe, was irgendwie komisch ist.

Und dann hatte ich irgendwie vier oder fünf Haare, von hier erwischt die irgendwie festgeklemmten im Seil.

Okay. Und das war aber dann der unangenehme?

Das war scheiße. Das war richtig scheiße, weil es richtig vieles weht hat. Das ist nicht zu erotisieren.

Das ist eben halt versehentliche Schmerzen. Also wenn ich auf den Fuß trete, finde ich es auch nicht cool. Also die Sache ist ja die, ich lasse mich auch verhauen, ne?

Also die einzige Person, die mich hauen darf, ist meine frau. Andrea macht, hat Time-Massage gelernt. Bei zwei oder drei Lehrern oder Schulen in Thailand und hier in Deutschland auch nochmal.

Und wenn du Time-Massage kennst, weißt du, dass sie halt wehtut. So. Und teilweise auch schon, je nachdem wie verspannt du bist, auch sehr derbe weh.

Und ich hab dabei auch manchmal, wenn ich da richtig reinatme in den Schmerz, habe ich dann eine Entspannung, wo es zwar scheiße weh tut, aber ich habe so eine Entspannung, dass ich dann immer mal wieder Situationen halte, wo ich nach der Massage

muss, wo so Andrea sagt, du hast das eine Bein vergessen. Und Andrea sagt, nein, da hast du leise vor dich hingeschnurchelt, wenn ich dir weh getan habe.

Und man muss dazu sagen, meine frau ist irgendwie 1,80, hat ein breiteres Kreuz als ich und hat einen richtigen Bums, wenn sie will, wenn sie zulangt. Also nicht nur bei einer Massage, sondern auch beim hauen.

Und ich habe die letzten Male das erlebt, jetzt neulich gerade auch wieder, dass ich es weiß in meinem Kopf, dass es Schweine wehtun muss. Jeder, auch Nicole, würde da sich ausklingen und sagen, nee nee, no way, das zu derbe.

Bei mir kommt es aber nicht als Schmerz an. Bei mir kommt es nur so an als, hm, hm, so. Und ich kann dann auch irgendwie eine ziemlich tiefe Entspannung gehen.

Das ist natürlich ärgerlich für Andrea dann, um mich zu ärgern. Ich meine, die frau ist ja irgendwie nicht nur jemand, die sich auch mal gerne den Arsch versohlen lässt, sondern die ja eben auch gerne oben spielt.

Und wenn sie dann um mich zu ärgern extra auf eine Stelle hinhaut, die ich irgendwie nicht toll finde, das tut dann schon weh.

Aber irgendwie, wenn sie in den Bereich haut, wo es für mich von meinem Arsch her das Ideale ist, dann finde ich es einfach nur cool. Und das ist aber für mich nichts in irgendeiner Form sexuelles, sondern für mich ist es irgendwie...

Andrea hat mal irgendwann den Spruch gebracht nach einer Trachtprügel, so jetzt ist der Sado wieder heile. Deswegen haben wir auch den Begriff Emergency Spanking, also notfallhauhe aus den unterschiedlichsten Gründen.

Also wenn du so weit von dir weg bist, dass du sagst, du musst mich jetzt irgendwie fahren, ich bin so weit weg, ich muss mich mal wieder spüren. Also es ist eher so eine Psychohygiene.

Ich weiß dann wieder, wo oben ist, wo links, rechts ist, wo vorne, hinten ist und so weiter.

Ja, und zur Ergänzung von Matthias Erfahrung möchte ich euch noch kurz einen Ausschnitt aus einem Interview vorlesen.

Das Interview stammt aus dem superempfehlenswerten Buch Schmerz, eine Biografie des niederländischen Publizisten Südse van der Zee erschien im knaus Verlag.

Das Interview ist mit einer Jasmin und es handelt sich um die Schmerzerfahrung der eben genannten Jasmin. Mein Lieblingsspiel ist eine Mischung aus einem Rollen und einem Schmerzspiel mit einem Anfang, einem Ende und sehr viel Humor.

Es muss einen richtigen aufbau haben. Trotzdem ist man natürlich davon abhängig, was der Dominus will. Deshalb sollte man ihn nach seinem Charakter und seinen Fähigkeiten auswählen.

Danach, ob er beispielsweise mit einer Bullwhip umgehen kann. So etwas muss man nämlich erst lernen, denn sonst wickelt sich die Peitsche um den Körper und erreicht empfindliche Körperteile wie Brüste oder Nieren.

Die haut kann viel aushalten, vorausgesetzt der aufbau stimmt. Wird der Körper aufgewärmt, ist die haut ganz gut durchblutet. Es gibt noch andere Instrumente, mit denen man sich Schmerz zufügen kann aus festerem, dünnerem Material.

So etwas wie ein Rohrstock, der einen heftig stechenden Schmerz verursacht, was sich nicht immer gut anfühlt, oder ein Paddle oder Lineal. Am liebsten werde ich auf Rücken, Po und Beine geschlagen, aber nicht auf meine Schultern.

Ich spüre auch gern den Rohrstock auf meinen Fußsohlen und zwischen den Beinen und Spanking, vor allem mit der bloßen Hand, so richtig fest und ausgiebig, ist einfach herrlich. Ich kann da meist länger durchhalten als mein Partner.

Dass man blutig geschlagen wird, kommt kaum vor. Man zieht sich schon mal kleine Wunden zu, was allerdings meist unabsichtlich geschieht, obwohl es auch Menschen gibt, die es bewusst darauf anlegen.

Ich für meinen Teil will, dass meine haut intakt bleibt. Wenn es gut war, spürt man das noch am nächsten Tag, vor allem beim Sitzen. Der Po ist mit Stream bedeckt.

Für mich ist das ein angenehmes Gefühl. blaue Flecken haben für mich eine ganz andere Bedeutung als für Leute, die kein SM praktizieren. Wenn ich sie anschließend ansehe, denke ich, ach, war das schön.

Matthias bietet seit vielen Jahren sehr erfolgreich Bondage Workshops an. Nun haben wir in dieser Folge über Schmerzen geredet. Wir haben über Dominanz gesprochen, über Unterwerfung gesprochen, Bondage bringt noch eine weitere Komponente mit hinein.

Und die hat es eigentlich in sich, gerade für uns Pflegekräfte. Denn warum lassen sich überraschend viele Menschen gerne fesseln?

Das liegt daran, dass du vielleicht beim Fesseln nicht an den Begriff Pucken denkst. Das ist eine sehr spannende Geschichte, die ich über die Jahre, die ich Workshops mache, gesehen habe.

Normalerweise gibt es zwei Standardfehler, die Anfänger machen, die Hände fesseln sie zu fest und den Körper zu locker. Das treibe ich ihnen dann aus. Mit den Händen klappt das ganz gut, mit dem Körper klappt das.

Das muss man ein bisschen nachhelfen. Und da gibt es ganz häufig die Situation, dass ich dann so sage, pass mal auf, zu dem Modell, also der Person, die sich fesseln lässt.

Ich mache mal die Bondage jetzt ein bisschen enger und so ein Partner oder der Partner, du stellst dich da vor und guckst, was jetzt in dem Gesicht passiert.

Und es ist irgendwie mindestens 90% der Fälle so, je mehr ich ziehe, desto breiter wird das Grenzen. Wir haben Rezeptoren in dem Bereich, die irgendwie halt, wenn sie stimuliert werden, die werden auf Druck stimuliert, auch Situationen ausschütten.

Das Ganze funktioniert nicht nur bei Bondage, sondern es funktioniert auch bei echten Umarmungen. Deswegen stehen wir auf echte Umarmungen.

Also denkt daran, wenn ihr mal wieder eine Umarmung braucht. Ich danke Matthias für das sehr offene, sehr erhellende und einfach interessante und auch lustige Gespräch, was wir führen konnten.

Im Original ist es natürlich dreimal so lang, wie ich es euch hier präsentieren kann. Matthias hat einfach viel zu sagen. Deshalb schaut ruhig auf seine Website.

Vielleicht besucht er eine Veranstaltung. Und vielleicht ist ja auch so ein Workshop mal etwas für euch.

Zum Ende möchte ich Matthias noch mal kurz zu Wort kommen lassen, denn ich glaube, Offenheit ist das Allerwichtigste überhaupt, damit jeder Mensch sein Glück finden kann.

Irgendwann habe ich mir dann die ganzen Comic-Teilchen gekauft, die ich am besonders aufregendsten fand, die teilweise wirklich auch derre Geschichten hatten.

Und dann habe ich mal vor ein paar Jahren, bevor ich sie irgendwie verschenkt habe, habe ich dann mal erledigt, erledigt, erledigt, erledigt. Ja, einfach so, was dann irgendwie halt schon ich schon gemacht habe.

Vieles von dem war was, was überhaupt nicht in meinem Interesse passt. Aber vieles passt schon. Da habe ich schon sehr viel Geschichten gemacht.

Also pervers ist man nur, wenn man keinen mehr findet, der da auch drauf steht.

Vielen Dank, das finde ich einen schönen Abschluss. Schmerz, der Podcast, ist eine Produktion von mir, Nils Wommelsdorf.

Die Musik ist komponiert und eingespielt von Heiko Wommelsdorf, das Margo McCaffrey Zitat im Intro, eingesprochen von Kathrin Wommelsdorf. Ihr findet Schmerz, der Podcast, auf allen gängigen Podcastplattformen. Und ich würde mich sehr freuen.

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#01 Matthias Grimme: Sadomasochismus, Schmerz, Lust und Bondage
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