Archiv der Kategorie: Palliative Care

Artikel: Zeichen des nahen Todes (pflegen:palliativ 36/2017)

Zeichen des nahen Todes (Nils Wommelsdorf, Auszug aus: pflegen:palliativ 36/2017 Lebensende Fischer Verlag)
Zeichen des nahen Todes (Nils Wommelsdorf, Auszug aus: pflegen:palliativ 36/2017 Lebensende Fischer Verlag)

In der Ausgabe 36/2017 der Fachzeitschrift “pflegen:palliativ” (Fischer Verlag) wurde mein Artikel “Zeichen des nahen Todes” veröffentlicht.
Ich gehe auf die verschiedenen körperlichen Zeichen und Veränderungen des Verhaltens Sterbender ein, die in den letzten Lebenstagen auftreten können. Durch Beobachtung und Diskussion im Team können hierdurch Maßnahmen eingeleitet oder beendet werden, die an das jeweilige Stadium am Ende des Lebens angepasst sind.

Die Intuition der Behandelnden

Gleichberechtigt neben den körperlichen Symptomen steht bei der Einschätzung des Zustands die Intuition des Behandlungsteams. Diese „weichen“ Faktoren lassen sich oft schwer objektiv dokumentieren; deshalb muss eine Beurteilung des Status immer durch das interprofessionelle Team im Austausch getroffen werden (Leitlinienprogramm Onkologie, 2015: 149f, Kantonsspital St.Gallen, Uniklinik Köln, 2013: 1).

Um die Einschätzung der Teammitglieder zu erfassen, wurde im LCP die Überraschungsfrage (surprise question) entwickelt: „Wären Sie überrascht, wenn der Patient in den nächsten Tagen sterben würde?“ (Kantonsspital St.Gallen und Uniklinik Köln, 2013: 2).

Das Bauchgefühl

Die Individualität der Lebensentwürfe und Ansichten zeigt sich auch im Verlauf des Sterbens. Durch Nähe zum sterbenden Menschen können bei Veränderungen oft Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf des Sterbeprozesses gezogen werden.

So scheint beispielsweise der Zeitpunkt des Sterbens oft durch die persönliche Lebensgeschichte des Menschen bestimmt zu sein. Das „Loslassen“ geschieht häufig nach Ereignissen wie einem Jahrestag oder nach dem Besuch eines Angehörigen.

Manche Sterbende sind unruhig; die Unruhe kann dann nur durch Beistand gelindert werden. Andere empfinden Gesellschaft und Berührungen dagegen möglicherweise als störend: Sie sterben erst in einem Moment völliger Ruhe.

Vor dem Versterben „blühen“ manche Menschen kurz wieder auf; für kurze Zeit kehren Vitalität und Appetit wieder zurück. Wichtig ist, dass die Pflegenden auf Zeichen eines Delirs achten.”


Eine (ältere) Übersicht zum Thema findet sich hier:
PDF: Zeichen des nahenden Todes

Das Heft kann hier gekauft werden:
https://www.friedrich-verlag.de/shop/lebensende
oder über die ISSN 1867 – 9390 im Fachhandel bestellt werden.
Eine Übersicht meiner bisherigen Autorentätigkeit findet sich hier:
nilswommelsdorf.de/veroeffentlichungen

PDF: Komplikationen mit Portkathetern

Komplikationen im Umgang mit Portkathetern (Ports), wie Okklusion, Paravasation, Infektion oder Dislokation, stellen Pflegekräfte immer wieder vor Probleme. In diesem PDF sind mögliche Ursachen und Maßnahmen der Probleme mit Portkathetern übersichtlich und detailliert ausgeführt.

Komplikationen mit Portkathetern.pdf


Meine Flickr-Gallerie zum Thema:

Quellen:
– Schmalzer, Stangl, Guger-Halper – Umgang mit Port-Systemen aus Sicht der Pflege (Version 12/05), A. ö. KH Oberwart, Interne Abteilung mit Onkologie
– Robert-Koch-Institut (RKI) – Empfehlungen zur Prävention gefäßkatheterassoziierter Infektionen, Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2002 45:907–924 DOI 10.1007/s00103-002-0499-8, S. 917
– Eigene Erfahrungen

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Bilder: Flickr-Photostream

Seit kurzem lade ich auf meinem Flickr-Account Bilder hoch, die allesamt unter der Creative-Commons-Lizenz “CC BY 2.0” (die genauen Bedingungen finden sich hier: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de) stehen. Das bedeutet, sie können unter Namensnennung frei genutzt werden, was auch rege gemacht wird:


Alle Bilder finden sich hier: https://www.flickr.com/photos/nilswommelsdorf/

Veröffentlichungen

„Ich schreibe Fachartikel und Buchbeiträge, filme und synchronisiere Videos und programmiere Apps im Themenfeld Palliativversorgung und Schmerztherapie. Praxisnah und interessant.”

Buchbeiträge:

  • Schmerzmanagement
    in: Klinikleitfaden Pflege. Elsevier (Urban & Fischer) Verlag. München, 9. Auflage, 19.8.2019, ISBN 978-3-437-26163-3

Fachartikel:

Weitere Veröffentlichungen:

Apps:

Videos:
Veröffentlichungen auf meinem Kanal: YouTube

Betreuung von Webseiten:

Artikel: Sicherheit planen: Palliatives Notfallmanagement (pflegen:palliativ 35/2017)

Sicherheit planen: Palliatives Notfallmanagement (Nils Wommelsdorf, Auszug aus: pflegen:palliativ 35/2017 Notfälle, Fischer Verlag)
Sicherheit planen: Palliatives Notfallmanagement (Nils Wommelsdorf, Auszug aus: pflegen:palliativ 35/2017 Notfälle, Fischer Verlag)

Zur Ausgabe 35/2017 der Fachzeitschrift “pflegen:palliativ” (Fischer Verlag) habe ich den Artikel “Sicherheit planen: Palliatives Notfallmanagement” über die Notwendigkeit einer Notfallroutine in der Palliativversorgung beigesteuert.
Im Text werden die Basics eines funktionierenden Notfallmanagements mit Bezug auf die Besonderheiten der Palliativversorgung dargestellt – eben keine kurative Rettungskette, sondern eine Variante, die der palliativen Versorgung am Lebensende Rechnung trägt:

    Stressfaktoren mit Folgen
    Erfolg oder Misserfolg der Notfallmaßnahmen in der Palliativversorgung bestimmen auch die Symptomlast von Sterbenden und die Belastungen ihrer Zugehörigen; sie ermöglichen oder verhindern somit die Möglichkeit des Sterbenden und seines Umfeldes, voneinander Abschied zu nehmen.
    Für das Pflege- und Behandlungsteam ergibt sich die schwere Last der Entscheidung aus den grundverschiedenen, folgenschweren Behandlungsoptionen – beispielsweise das Abwägen zwischen Intubation oder palliativer Sedierung. Durch diese Entscheidungssituationen, mit hohen Anforderungen an Handlungssicherheit und Fachlichkeit, entsteht Stress, der unterschiedliche Reaktionen hervorrufen kann. So kann ein „… plötzlicher oder qualvoller Tod eines Patienten/einer Patientin, extrem entstellende Verletzungen, Tod während einer Pflegehandlung […] bereits […] sehr belastend und potentiell traumatisch sein” (Hausmann, 2011: 2). Im schlimmsten Fall können kritische Ereignisse sogar zu behandlungsbedürftigen, psychischen Störungen führen (vgl. Teegen, 2003).”

Das Heft kann hier gekauft werden:
https://www.friedrich-verlag.de/shop/notfalle
oder über die ISSN 1867 – 9390 im Fachhandel bestellt werden.
Eine Übersicht meiner bisherigen Autorentätigkeit findet sich hier:
nilswommelsdorf.de/veroeffentlichungen


Mein Flickr-Album zum Thema: https://www.flickr.com/photos/nilswommelsdorf/albums/72157687719172375

Dozententätigkeit

„Ich unterrichte freiberuflich zu den Themen Palliativversorgung und Schmerztherapie. Praxisnah und erfahren. Von Flensburg bis Nürnberg.“

Qualifikationen:

  • Examinierter Krankenpfleger (seit 2008 in der stationären und ambulanten Palliativversorgung)
  • Fachkraft Palliative Care (nach § 39 a SGB V)
  • Pain Nurse Plus mit Auszeichnung (Cekib, Nürnberg, zertifiziert durch die DGSS)
  • Staatlich anerkannter Praxisanleiter
  • Fachkraft p-e-ac Ohrakupunktur

Referententätigkeit und Inhouse-Schulungen (deutschlandweit) für

    • Diakonische Fortbildungsakademie (DFA), Hamburg
    • Lembke Seminare und Beratungen, Hamburg
    • Nomavision (Nomamed), Harsum
    • THB Grund-Schule, Hamburg
    • Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsberufe, Hamburg
    • UKE-Akademie für Bildung und Karriere (ABK), Hamburg
    • Rauhes Haus (Berufsschule für Pflege), Hamburg
    • Renafan Akademie, Berlin
    • Kursana Akademie, deutschlandweit
    • Albertinen-Akademie, Hamburg
    • Deutscher Hausärzteverband / Norddeutscher Hausärztetag
    • Berufsgenossenschaftliches (BG) Klinikum Hamburg / Boberger Schmerzsymposium
    • Goldbach PalliativPflegeTeam / PalliativPartner Hamburg
    • Mundipharma GmbH

und Einzelaufträge

Dozententätigkeit seit 2012:

  • Symptombehandlung in der Palliative Care (Ganztagsschulung)
  • Expertenstandards zum Schmerzmanagement in der Pflege / Schmerzerfassung und Therapie (Ganztagsschulung)
  • Einführung in die Palliative Care / Palliativversorgung
  • Schmerzerfassung bei Menschen mit Demenz
  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
  • Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen
  • Portversorgung
  • PCA (Patient-Controlled Analgesia)
  • Palliatives Notfallmanagement und Palliative Sedierung
  • Symptome und Stadien des Sterbeprozesses
  • Essen und Trinken am Lebensende (Schwerpunkt: Dehydration und Sterbefasten)
  • Versorgung von exulcerierenden Tumoren / “Tumorwunden” (Schwerpunkt: Geruch und Blutungen)
  • Respiratorische Symptome (Schwerpunkt: Dyspnoe und Death Rattle)
  • Schlaf in der Palliativversorgung
  • Lymphödeme in der Palliativversorgung
  • Palliative Erkrankungen der Leber (Schwerpunkt: Ikterus, Enzephalopathie, Juckreiz und Aszites)
  • Qualitätssicherung, Dokumentation, Standards und Forschung in der Palliativversorgung
  • SAPV – Zusammenarbeit Palliative Care Team und Apotheke

Unterricht in den Weiterbildungen

    • Palliative Care (nach § 39 a SGB V)
    • Algesiologische Fachassistenz / Pain Nurse (zert. DGSS)
    • Berater/in der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (nach § 132g SGB V)
    • Fachtherapeut Wunde ICW®
    • Pflegeexperte für außerklinische Beatmung (Curriculum der DIGAB / DGF e.V. anerkannt)
    • Staatlich anerkannte Fachpflegekraft in der gerontopsychiatrischen Pflege
    • Registrierte Fortbildungen zur Rezertifizierung der ICW/PersCert TÜV
  • Trainer der Weiterbildung „Pain Care Assistant“ (zert. DGS)
  • Dozent in der Ausbildung zum Altenpfleger / zur Altenpflegerin

PDF: Beurteilung der Schmerzen bei kognitiv eingeschränkten Menschen durch Azubis (Hausarbeit)


Beurteilung der Schmerzen bei kognitiv eingeschränkten Menschen durch (HA Nils Wommelsdorf).pdf


Die Beurteilung der Schmerzen bei kognitiv eingeschränkten Menschen durch Auszubildende in der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr – meine Hausarbeit im Rahmen der Weiterbildung zum staatlich anerkannten Praxisanleiter.
Ich habe mich entschieden, diese Hausarbeit hier zu veröffentlichen, um einerseits Möglichkeiten zur besseren Schmerzerfassung bei Menschen mit Demenz aufzuzeigen
– und um andererseits Anregungen zum Erstellen der Hausarbeit für angehende Praxisanleiter zu geben.
Die Hausarbeit wurde mit einer “1” bewertet.

Material zu dieser Hausarbeit findet sich hier:
Schmerzerfassung bei Menschen mit Demenz (Umfrage)
BESD-Übungsvideos

Ein Auszug:

    Einleitung

„Das Erleben von akuten Schmerzen hat Auswirkungen auf das physische, psychische und auch das soziale Befinden von Patienten / Bewohnern. Die negativen Auswirkungen von nicht oder nicht ausreichend gelinderten Schmerzen reichen von einer momentanen Belastung und Beeinträchtigung der Lebensqualität bis zu lang andauernden Einschränkungen der Qualität der gesamten Lebenssituation.“ (DNQP, 2011, S. 22)

Diese Aussage aus der Präambel des „Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ in der Aktualisierung von 2011 umschreibt den Einfluß, den unzureichend oder nicht behandelter Schmerz auf das Leben und Erleben eines Menschen haben kann. In der Versorgung von pflege- und/oder behandlungsbedürftigen Menschen kommt dieser Aussage insofern noch mehr Gewicht zu, da es sich oft um schon im Voraus durch Erkrankungen belastete Menschen handelt. Deshalb ist das Erkennen von Schmerz und Diagnostik und Therapie anzuregen eine zentrale Aufgabe der Pflegekräfte in ihrer täglichen Arbeit.

„Schmerz ist das, was immer die an Schmerz leidende Person darunter versteht und liegt vor, wann immer diese Person ihn wahrnimmt.“ (McCaffery, 1968, S. 95)

Wie McCaffery impliziert, ist Schmerz ein vielschichtiges Phänomen, das nicht nur den „von außen“ nachvollziehbaren Schmerz (Gewebedefekte, Frakturen etc.) bezeichnet, sondern auch Schmerzen, die nur bedingt aufgrund von diagnostizierten Erkrankungen nachvollzogen werden können. Schmerzen, die also nur der betroffene Mensch selbst als solche erlebt. Menschen ohne kognitive Einschränkungen können ihre Schmerzen, wie auch andere Stimmungen oder Gemütslagen, klar und deutlich artikulieren.

Doch wie steht es um Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen? Wie können Menschen mit gestörter „Informationsverabeitung“ ihre Schmerzen artikulieren, wenn sie selbst das Gefühl „Schmerz“ nicht einordnen können? Wenn die Möglichkeit, sich überhaupt zu artikulieren oder durch willkürliche gestische oder mimische Äußerungen verständlich zu machen fehlt?
Die Expertenstandards zum Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten respektive chronischen Schmerzen fordern folgerichtig „aktuelles Wissen zur systematischen Schmerzeinschätzung“ von Pflegefachkräften (DNQP, 2011, S. 25 Strukturkriterium S1a, ebenso sinngemäß DNQP, 2015, S. 27 Strukturkriterium S1a). Desweiteren müssen Einrichtungen der Pflege „aktuelle, zielgruppenspezifische Einschätzungsinstrumente und Dokumentationsmaterialen zur Verfügung“ stellen (DNQP, 2011, S. 25 Strukturkriterium S1b und DNQP, 2015, S. 27 Strukturkriterium S1b).

Laut den Expertenstandards sind auch bei kognitiv eingeschränkten Menschen „einfache“ Zahlenskalen (beispielsweise von 0-10) anzuwenden (vgl. DNQP, 2011, S. 71 und 74 sowie DNQP, 2015, S. 104), diese sollten jedoch, gerade bei stärker eingeschränkten Personen, mit einer Fremderfassungsskala ergänzt werden (vgl. DNQP, 2011, S. 74 und DNQP, 2015, S. 104). Auch in verschiedenen medizinischen Leitlinien wird eine spezielle Schmerzerfassung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen explizit gefordert (vgl. beispielsweise Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und Deutschen Krebshilfe (DKH), 2015, S. 61f, ebenso Deutsche Gesellschaft für Neurologie / Wasner, 2017, S. 7). Dieser Umstand zeigt, dass auch Ärzte nach einer Fremderfassungsskala den Schmerz bei Menschen mit Demenz erfassen müssen, wenn sie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft versorgen wollen.

In den oben genannten Expertenstandards, hier jetzt exemplarisch im Standard zum Schmerzmanagement bei akuten Schmerzen, werden auf den Seiten 74 und 75 exemplarisch die Schmerzassessmentinstrumente BESD, BISAD, ZOPA sowie einige andere genannt, die zur Erfassung des Schmerzes bei kognitiv beeinträchtigten Menschen ausreichend validiert sind. Diese Skalen sind insofern für die Ausbildung in der Altenpflege relevant, da Menschen mit kognitiven Einschränkungen, hier vor allem Demenz, in der Altenpflege ein zunehmend großes Klientel sind. Laut der aktuellen Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts (Statistisches Bundesamt, 2015, S. 9) werden bereits 59,1% der stationär versorgten Menschen und 25,1% der Pflegebedürftigen in der ambulanten Versorgung der Gruppe der „Menschen mit erheblich eingeschränkter Altagskompetenz“ (siehe dort) zugerechnet.

Geht man nun von einer zunehmend älteren Gesellschaft aus (Bundesministerium des Innern, 2011, S. 11), verbunden mit einer mit zunehmendem Alter stark steigenden Inzidenz von Demenzerkrankungen (vgl. Sütterlin et al, 2011, S. 20) , wird dieses Klientel nur noch mehr an Bedeutung gewinnen. Im Rahmen der Recherche habe ich im Zeitraum 25.11. – 31.12.2016 eine große Umfrage zur Schmerzerfassung bei Menschen mit Demenz initiert, in der ich unter anderem zu dem Ergebnis kam, dass in den meisten Pflegeeinrichtungen das Schmerzassessment bei Menschen mit Demenz lediglich durch dreijährig ausgebildetes Personal durchgeführt wird (vgl. Nils Wommelsdorf, 2017) . In den Anleitungen der am stärksten verbreiteten Fremderfassungsskalen wird aber eine Erfassung durch alle an der Pflege beteiligten Personengruppen gefordert (vgl. Anhang 2, S. 2 und Fischer, keine Jahresangabe, S. 1). In der Umfrage stellte sich ebenso heraus, dass, sollte ein entsprechendes Schmerzerfassungsinstrument implementiert sein, dies in den weitaus meisten Fällen die BESD (Beurteilung von Schmerzen bei Demenz) ist (Anhang 1).

Ich werde in dieser Hausarbeit also das Hauptaugenmerk auf die Anleitung in der Arbeit mit der BESD legen, die im deutschsprachigen Raum geläufig und vielen Pflegekräften aus der täglichen Arbeit bekannt sein dürfte.

Video: Was ist SAPV? (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung)

YouTube: http://tinyurl.com/was-ist-sapv

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung – Hilfe für schwersterkrankte Menschen und ihre Angehörigen. Zuhause, im Pflegeheim und in der Wohneinrichtung.
Ein weiterer Animationsfilm, diesmal von CanSupport (http://www.cansupport.org) aus Indien – deutsche Übersetzung und Untertitel wie immer von mir.

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Vielen Dank für die freundliche Unterstützung nach Indien und an Scott Buckley für den grossartigen Soundtrack!
Musik: Scott Buckley – Theory of Machines (http://www.scottbuckley.com.au/library/theory-of-machines/). Lizensiert durch Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Das Originalvideo ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=OH89roxqM0A&t=163s